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| Erinnerungen der F. O. |
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Jeder zweite Deutsche ist zu dick. Was macht man da? Klar! Mehr Steuern auf Süßigkeiten. Man macht sie zu Luxusgüter wie zum Beispiel Alkohol. Toll! Nur weil manche Eltern zu blöd sind, ihre Kinder richtig zu erziehen. Wenn Erwachsene zu viel Süßigkeiten essen, ist das wohl deren Problem. Schließlich wissen sie, was bei Überkonsum passiert. Der Staat ist nicht für gesunde Ernährung zuständig. Schon gar nicht muss er den Leuten, die Maß halten können, den Süßigkeitenkonsum vermiesen. Dann fahren wir nicht nur zum Tanken nach Polen, sondern auch zum Süßigkeiten kaufen. Was sind überhaupt alles Süßigkeiten? Zählen da Hanuta, Knoppers und Prinzenrolle auch dazu?! Ich glaube ich starte gleich eine Petition. Aber halt! Keine Competition ohne meine Tasche! Die sollen lieber den Sportunterricht fördern, vor allem in Grundschulen. So, wie es in der verbotenen Zeit war. Da liegt nämlich das Problem. Bewegungsmangel und unzureichendes Bewegungsgefühl. Jetzt erfinden sie alles neu. In der DDR (ups, jetzt habe ich das Wort gesagt!) gabs das schon. Boa!!! | ||
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| ... oder so hieß der Doku-Film den ich neulich abends zu nachtschlafender Zeit während meines Urlaubs auf WDR gesehen hab. Ein amerikanischer Journalist hat im Stile eines Michael Moore eine Dokumentation gedreht. Er hat sich 2 Monate nur vom Essen im McD. ernährt und ist durch mehrere amerikanische Bundesstaaten gefahren und hat das Essen in den Schulkantinen gezeigt.
Man möge die Kinder und deren Eltern für blöd halten, vielleicht stimmt es ja sogar, aber einen Teil der Schuld trägt die Gesetzgebung: Sie lässt irreführende Werbung für "gesundes Essen" zu, welches aber gar nicht gesund ist. Die Leute glauben es und futtern Zeugs, wo man denkt, so doof kann man doch gar nicht sein. Sogar das Essen, was das amerikanische Landwirtschaftsministerium über ein Programm an Schulküchen liefert ist ein Grund, diese zu verklagen wegen fahrlässiger Körperverletzung an Minderjährigen, finde ich. Außerdem fehlt sowas wie Gesundheitslehre an den Schulen in den USA und auch bei uns in D - nicht nur bezüglich der Ernährung. Zu DDR-Zeiten gabs das schon im Kindergarten. Aber jetzt sind wir alle freie Bürger und dürfen tun und lassen, was wir gelernt oder nicht gelernt haben. Wer es nicht lernt, hat Pech... und hoffentlich ne gute Krankenversicherung... Aber was ist der bessere Weg? Prävention in den Kindergärten und Schulen durch aufgeklärte Jugendliche und Kinder, die später gesund sind und es ihren Kindern beibringen oder futtern bis zum Diabetes und dann den Schokoriegelhersteller verklagen? Nee, mal ehrlich. Es fehlt 1. an Bildung über Primärprävention und Gesundheitslehre, 2. Möglichkeiten für Kinder ohne Leistungsdruck und Frustration mit daraus resultierender Abneigung gegen das Fach "Sport" einfach Sport zu treiben. (was habe ich meine Sportlehrer gehasst dafür, dass sie über mich gelacht haben!!! Man sieht sich immer zweimal...) Nur so können sie merken, dass es Spaß macht und sind motiviert! 3. an Gesetzen, die auch weniger gebildete und kritikfähige Menschen vor irreführender Werbung schützen. = mehr Verbraucherschutz. Was wurde aus dem Journalisten, der sich mit McD rund um die Uhr quälte? Er nahm zu. Er bekam innerhalb kurzer Zeit grottenschlechte Blutfettwerte (Cholesterin und sowas). Nach 4 Wochen wurden seine Leberwerte schlecht, weil sie mit dem plötzlichen Zuviel an Fett überfordert waren, und zwar so schlecht, dass man es medizinisch als Fettleberhepatitis bezeichnet. Was ich so verstanden habe, waren die Werte so hoch wie bei einer akuten Virushepatitis, teilweise noch höher so dass man ihn schon vor einem drohenden Leberversagen warnte. Außerdem hatte er einen Bluthochdruck entwickelt. | |||
| Posted by assistenzarzt | |||
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| Jaaa, ich bin auch gegen überteuerte Süßigkeiten!!! Schweinehunde die! Und außerdem sind die Kinder meist nicht wegen der Süßigkeiten zu fett, sondern weil sie einfach ständig essen, weil sie evreinsamen oder sich jedne Tag zum Mittag Döner und Fast Food reinschieben. So siehts aus! | |||
| Posted by Anjali | |||
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| Ich finde dieses nach-Polen-fahren total sinnlos. Da fahren Leute nach Polen, um sich ne billige Stange Zigaretten zu kaufen oder eben ne Packung Kekse und glauben, dabei voll gespart zu haben. Was haben sie aber nicht beachtet? Dass sie enorm viel Geld für Benzin asugeben müssen, wenn sie da erstmal hinfahren. Da muss man ja erstmal nachrechnen, ob sich das überhaupt lohnt. Ich glaube, dass lohnt sich wirklich nur bei einem Supermegaeinkauf | |||
| Posted by Anjali | |||
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| ... ist dieses mc donalds ist total schlecht und böse - gerede. mc donalds hat nie gesagt, esst nur bei uns, denn es ist sooo gesund. fakt ist, jeden tag pizza macht auch dick. jeden tag eisbein macht auch dick. jeden tag zum griechen gehen macht auch dick. denn mc donalds ist nichts anderes als ein restaurant, wie eben der grieche. jeder weiß, dass zuviel fast food dick macht, genauso wie einseitige ernährung. theoretisch könnte man sich mc doonalds auch öfters leisten, wenn man nicht the whole day long vor fernseher oder computer hocken würde. so ist auch hier meiner meinung nach das grundproblem zu wenig bewegung. aber es ist ein vicious circle und jeder setzt den startpunkt woanders. | |||
| Posted by Krokodil | |||
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| Sobald ein Problem auftaucht wird irgendwo versucht die Preise höher zu schrauben oder irgenwie Geld zu sparen. Dabei sollten sie wirklich lieber Projekte ankurbeln, die die Bewegung der Kinder fördern und nicht etwas zum Verbot/ zur Luxusware machen. Denn gerade das Verbotene ist es doch, was die Leute immer mehr anzieht. Und sind dann die Kinder cooler, weil sie in der Pause mit 'nem Schokoriegel da stehen, statt mit 'ner Butterstulle? So ein Schwachsinn!
Ich finde die Vorstellung, dass kleine Kinder nicht mehr rückwärts laufen können wirklich erschreckend! Ich habe mal gehört, dass Kinder von Natur aus den Drang haben sich zu bewegen. Aber wie sollen sie es denn, wenn die Eltern sie lieber vor den Fernseher setzen, weil die Kleinen dann so schön ruhig sind, statt draußen mit ihnen zu spielen und zu toben!? Es ist wirklich eine Sache der Erziehung und das sollte man den Eltern mal eintrichtern. Dann macht nämlich so ein Schokoriegel oder ein Keks auch nichts mehr und der kleine Marc-Kevin oder die kleine Chantalle-Shakira freut sich und ist trotzdem nicht dick! | |||
| Posted by Kassiopaia | |||
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| @ Kroko:
Ich glaube, der Journalist hat für seine Doku nur exemplarisch diese Fast-Food-Kette gewählt. Er hätte auch Burger King oder KFC oder Pizza Hut oder sonstwen nehmen können. Es geht auch nicht ums einseitige Essen (= jeden Tag derselbe Laden und immer nur Burger, du kriegst ja auch Frühstück bei McD), sondern um die Zusammensetzung der Nahrung mit einem erhöhten Anteil von Fett und Eiweißen, für den wir von der Natur nicht geschaffen wurden. Was mir noch einfiel: in Texas hatte man ihn überall gefragt, ob er nicht die XXL oder Supersize-Variante haben will. Texas gilt als der fetteste Bundesstaat mit den meisten "übergewichtigen Städten" und der fettesten Stadt der USA. Es scheint also auch etwas an den gesellschaftlichen Normen zu liegen - viel ist "in" oder "krieg mehr für dein Geld". Viel interessanter war in diesem Film der Einfluss der großen Nahrungsmittelkonzerne und Fast-Food-Ketten auf die Bildung und die Medien. Ist das nicht den Bock zum Gärtner machen, wenn ein Konzern den Kindern ganz offiziell erzählt, 1x Gemüse am Tag reicht aus (was ja richtig ist), aber dann den Kindern erklärt, es reicht das Salatblatt auf dem Burger dafür...? Die Kinder hatten keine Ahnung über die banalsten Dinge im Leben: was eine Kalorie ist, dass man beim Sport Energie verbrennt, dass Sport wichtig ist um gesund zu bleiben, welche Bestandteile in der Nahrung sind und dass Vitamine nicht nur als Zusatz in Joghurts vorkommen. Ich meine, in Deutschland gibts Kinder, die denken, alle Kühe sind lila. An dieser Stelle sollte man ansetzen. Aber es wurde auch klar, dass es eine Lobby gibt, die was dagegen hat, weil sie an den unwissenden Leuten eine Menge verdient - und diese Lobby ist verankert, sie bestimmen entscheidend mit in den USA. Irgendwann wird es hier vielleicht auch so sein. Man gucke sich nur das Beispiel der Tabakindustrie an. Die BzGA kriegt für ihre Arbeit übrigens nur 15 Mio Euro pro Jahr. Wer sich für den Gesundheitsstatus von Deutschlands Kindern und Jugendlichen interessiert, dem sei ein Blick in die Ergebnisse des Programms KIGGS des Robert-Koch-Instituts empfohlen auf www.rki.de | |||
| Posted by assistenzarzt | |||
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| Überhaupt können Eltern ihre Kinder doch einfach in den Schulhort schicken. Da war ich auch immer nach dem UNterricht und da hat man gar keine Möglichkeit, ständig zu essen. Und man kann auf dem Hof toben und wird beaufsichtig. Ist doch ideal. | |||
| Posted by Anjali | |||
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