Brasilienreise

Der größte Wasserfall der Welt

Eigentlich müsste es die größten Wasserfälle heissen, da von einem einzigen Wasserfall bei Iguacu nicht die Rede sein kann. Es sind dutzende Kleine und Große. Aber wie kommt man überhaupt dort hin? Mit dem Flugzeug, Dummerchen! Achso. Ja, genau. Der Bus steht dafür auch zur Verfügung, es dauert dann allerdings gute 24 Stunden, verglichen mit knapp zwei Stunden Flugzeit um ins Dreiländereck von Paraguay, Argentinien und Brasilien zu gelangen.

Von Campinas' kleinem Regionalflughafen ging es los, bis nach Curitiba, der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná.


Wohin mit dem kleinen Müll? Sauberkeitsvorrichungen am Flughafen von Curitiba, dem ökologischen Musterstädle in Brasilien


Von diesem Miniflughafen ging es nach Foz do Iguacu weiter, die zweite Flugstunde verging und wir kamen am Ziel an, begrüßt von unserem mitgebuchten Reiseleiter Carlos. Noch am Flughafen rasselte er die zu besuchenden Sehenswürdigkeiten runter -gottseidank auf englisch- und liess uns vom wartenden Fahrer ins Hotel chauffieren.

Auch wenn dieser Fleck der Erde für den unvoreingenommenen Weltkartenbetrachter irgendwie am Ars*h der Welt liegt, so hat es die großen Hotelketten nicht abgehalten auch hier ihre großen, komfortablen Bettenburgen aufzubauen. Unsere gehört zur Mercure-Gruppe und hatte - wie die anderen auch- freundliches, hilfsbereites Personal und guten Service.

Also, flott einchecken, das Zimmer entern, den Ausblick über die Stadt bis zur paraguayanischen Nachbarstadt (Ciudad del Este) geniessen, mehr noch die Dusche und dann ab in die Stadt. Puuh, heiss haben'ses hier. Die Sonne stiert vom Himmel und lähmt die Energie des Besuchers. Also Schattenbereiche nutzen und dem großen Brutzler ausweichen. Diese Taktik ist in unseren Breiten übrigens als Shopping bekannt und hilft vor Dehydrierung.


Foz do Iguacu mit den Hinweisen auf die Nachbarländer. Einkaufshöhepunkte waren leider nicht ausgeschildert.

Ich erreichte dadurch eines meiner gesetzten Ziele: Havaianas vulgo Flip-Flops extrem vulgo Badelatschen, allerdings die original brasilianische Variante. Träume werden wahr, in diesem Fall für umgerechnet 6-8 Euro.

Zuvor gab es eine kleine Begegnung der besonderen Art: Mike steht staunend (wie schon so oft) in einem kominierten Schuh-Jacke-Hose-Tshirt-Karnevals-Laden und lässt sich niedliche Modelle von alten VW-Bussen zeigen. Beseelt grinst Mike, die Verkäuferin kurzerhand auch und von links deutet ein älterer Herr auf den Bus und sagt : ?Volkswagen?.  Und das seine ?Groaßmutteh? aus Deutschland kam, er aber selbst kein Deutsch mehr spricht. Bis auf ?Auf Wiederschauen? beim herausgehen, verbunden mit einem freundlichen Schubbern an Nicoles und meinem Arm. T-Shirts als Reisemitbringsel haben wir dann trotzdem noch gekauft.

Die Belohnung darf nicht lange auf sich warten lassen, wir haben dieses Thema auch schon mal anklingen lassen: Eiscreme. Die Brasilianer sind den Italienern mindestens auf Augenhöhe, wenn nicht sogar, öh... ja... wo sind sie denn dann, wenn sie weiter sind? Ach, egal. Die Eisspeisen des überhitzen Riesenlandes brauchen keinen Vergleich zu scheuen, für den besuchenden Europäer sind die Preise verschämt zu goutieren.


Die Dame nascht das farbenfrohe Gelage, der Herr gibt sich puristisch.

Durch die Hitze zurück zum Hotel, geduscht, gepennt und dann die Frage: Was essen wir zu abend? Abends zeigt sich Foz do Iguacu von der eher spröden Seite, ein nettes Restaurant in Gehnähe ist schwerlich zu finden, nach längerem stochern durch die umliegenden Straßen gehen wir in eine Pizzeria und werden zumindest satt. Pappsatt, was allerdings am geballten Käseeinsatz liegt. (Ich habe eine Quatro Formaggi bestellt, bekam aber lediglich eine dicke Pizza mit Käse an vier Stellen) Lecker, nunja, andermal. Für das Hotelzimmer noch schnell eine bescheidene 2L Pulle Cola geholt und ab ins Hotel...  Chrrrrrrr

Carlos wollte uns um 08:20 Uhr zur Tour abholen, deshalb früh aufstehen und ans Frühstückbuffet. Das erste Staunen des Tages: Booah. Umfangreich, wie wir es in unserem Urlaub nicht gesehen haben, mit Unmengen frischem Obst, Aufschnit und Käse (leider zumeist Morzarella), Omlette, Spiegelei, schlabbriger Kaffee, Tee, Säfte, Müsli, Kuchen, diverse Brote und Toaste und überhaupt. Irgendwie ahnten wir nicht, dass dies die einzige Mahlzeit bis zum Ende unserer Tour sein würde.

Zu unserer Reisegruppe gehörten zwei weitere Frauen aus unserem Hotel und ein Ehepaar aus Rio, welches wir an einem anderen Hotel aufnahmen. Der Kleinbus fuhr dann direkt zum brasilianischen Teil des Iguacu Nationalparks, da sich auch das Wetter endgültig auf unsere Seite geschlagen hatte. Kurz im Besucherzentrum angestanden um Tickets zu kaufen, dann wieder weiter im Bus bis zum Beginn des Fußwegs am historisierenden Tropical das Cataratas Hotel oder ist es gar wirklich historisch?


Tropical das Cataratas Hotel



Wir mit Blick auf das rosa Hotel



Und so unberührt schaute es ohne uns aus. Auch ganz nett.

Bei jeder neuen Aussichtsplattform steigert sich unser Staunen und auch die Gier nach mehr, vor allem mehr Nähe. Nähe suchen auch die auf und neben den Pfaden wandelnden Coati (oder coatimundi = ist der englische Name für den Nasenbär. Nasenbären sind Kleinbären und mit den Waschbären verwandt) Putzige pelzige Gesellen, die sich an die massenhafte Anwesenheit von Menschen gewöhnt haben und sich gerne auf alles Fressbare stürzen, solange es nicht allzu verbissen vom Besitzer verteidigt wird.



Der Nasenbär mardert träge umher.

Der Fußweg führt allmählich nach unten auf Flußniveau und gibt mehr und mehr den Blick auf die Fälle und den Fluß frei. Nach einigen 100Metern und wenigen Biegungen ist schon wieder ein visuelles Appetitthäppchen:


Der tosende Hexenkessel kommt näher, besser gesagt, wir...

Es wird feucht beim fotografieren, was nicht am anrührenden Anblick liegt. Durch den Wind und den Druck des Wasser werden feinste Wassertröpfchen herangeweht und wir kommen in einen immer dichter werdenden Nieselregen. Nach dem oben gezeigten Aussichtspunkt geht es weiter bergab, bis wir zu dieser unglaublichen Plattform gelangen.


Ehrfürchtiges Gedränge vor der Plattform


Catwalk zu den Wasserspielen

Der Weg führt nur knapp über dem Wasser an die Cataratas heran. Zumindest soweit es in erträglichem Maß geht. Wir sind, besonders oberflächlich betrachtet, naß. Die Wasserschwaden sind angenehm warm und brechen ein wenig die Brennkraft der Sonne. Umgeben vom Brausen und Tosen der umliegenden Fälle kommt man sich vor wie in einer voluminösen Duscholuxkabine, bloß halt ohne Kabine.


...Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße.


Ständiger Begleiter: Regenbogen



Hier kann man locker ohne Feuchtigkeitscreme auskommen

Auf der einen Seiten kracht das Wasser mit irrem Lärm die Fälle abwärts, während nur wenige Meter entfernt sich imFelsen jacuzziähnliche Badewannenformen fantasieren lassen.


Lauter als 1274 Klospülungen und obendrein wohlriechender



Wohlige Badelandschaften aus quirliger Therme


Der Mund steht auf Daueröffnung (Uiii, Boah)

Es fällt schwer, sich von diesem Anblick loszureissen; dass wir soetwas sobald nicht wieder zu sehen bekommen war uns klar. Und Schaffhausen wird im Vergleich bestimmt ein Reinfall werden (pfff, konnte mir das nicht verkneifen). Aber es geht weiter, Carlos mahnt leise zum weitergehen und wir machen uns allmählich auf den Weg zum Aufzug, um wieder zur Straße zu gelagen.


Coatigewusel am Busparkplatz beim Verzehr der abgeschüttelten gelben Nüsse


Die putzigen Nager aus der Nähe

Coatis lungern dort in einer großen Gruppe in und um Palmen herum. Und wir steuern wieder auf unseren Kleinbus zu. Alle wollen zur Macuco-Safari-Tour, eine Bootstour zu den Fällen, damit wir uns auch vom Wasser her dem Ungetüm nähern können. Zuvor besteigen wir mit mehreren Leuten einen Anhängern, nehmen auf den Sitzen platz und lauschen der einheimischen Führerin. Vom optischen kommt sie einer schwergelangweilten Pocahontas nahe, erläutert in portugiesisch, spanisch und englisch einiges über die  Tier- und Pflanzenwelt, beschränkt sich aber ausschliesslich auf ihre Muttersprache, wenn es darum geht Warnungen auszusprechen. An dieser Stelle zeigt Susanna (aus Sao Paulo) Fürsorge und übersetzt uns und ihrer amerikanischen Freundin und Kollegin Jamie, was man besser nicht tun sollte, während wir herumkutschiert werden.

Das letzte Stück wird Zufuß zurückgelegt, bei einem Miniaturwasserfall (gerade mal 30 - 40 Meter hoch) vorbei, bis zum Bootsanleger, den nun folgt die

MACUCO-SAFARI! Dort wird es weitergehen...


10:13 PM - 9.04.2006 - comments {0} - post comment


Florianopolis und Blumenau

Die Zeit rennt, jetzt haben wir bereits Dienstag morgen und in wenigen Stunden geht unser Flieger von Florianopolis zurueck nach Sao Paulo und dann mit dem Bus weiter nach Vinhedo, wo Braulio uns hier landesueblich an einer Raststaette aufgabeln wird. Die Fortbewegungsformen in Brasilien sind den unsrigen eigentlich recht aehnlich (Bus, Bahn, U-Bahn, Flugzeug) und doch voellig verschieden ( oder habt ihr schon mal in Deutschland ein Busunternehmen angerufen, damit der Bus nach Duesseldorf euch zum Beispiel in Moers bei Van der Falk abholt??). Aber das wird noch ein eigenes Thema hier im Blog werden, wenn wir wieder zu Hause sind. Genau wie die vielen netten Leute, die wir waehrend unsrer Reise kennengelernt haben. An dieser Stelle aber bereits ein extra grosses Dankeschoen an Katrin und Heiko, die uns ihr Gaestezimmer zur Verfuegung gestellt haben.

 

Bilder ueber die Tage hier wird es auch nachtraeglich geben. Die Tage hier sind schnell vergangen. Bischen faul am Pool (mit grandioser Aussicht) und geshoppt. Und gestern nach Blumenau - einem Staedtchen mit eindeutig zu erkennenden deutschen Wurzeln mitten in Brasilien (wenn ihr die Bilder seht, werdet ihr wissen was wir meinen). Und ganz vielen Muecken!! (ich habe mindestens vier neue Stiche und alle am Knie!!!). Es ist schon komisch, wenn man in Brasilien mit Deutsch weiter kommt als mit Englisch. Aber spaeter mehr.

 

Ein bischen freuen wir uns jetzt auch schon auf zu Hause (auch wenn da keine 30 Grad sind, oder gerade deshalb!!)

Also weiter hier reinschauen, da kommt noch was.....

02:13 PM - 4.04.2006 - comments {0} - post comment


Wahnsinn - Cataratas do Iguacu

Kaum das wir gestern von unserem Abstecher ins Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay zurückgekommen sind,haben wir heute (FR) die nächste Reise gebucht. Es geht etwas weiter südlich an die Küste nach Florianapolis. Der Strand lockt und ebenso ein Besuch von Orten mit eigenartigen Namen wie Blumenau und Pomerade. Wir schauen welche Spuren die deutschen Einwanderer hinterlassen haben. Dieser Tripp wird bis zum Dienstagabend dauern und lässt uns nur noch wenig Zeit, unsere Koffer erneut zu packen, um am Mittwoch wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Donnerstag Mittag werden wir wieder in Düsseldorf landen.

Wahnsinnig schön (auch wenn dies ansich schon eine merkwürdige Kombination ist) war unser Besuch in Foz do Iguacu. Unsere Tour zu den größten Wasserfällen der Welt dauerte über 10 Stunden (wobei die Anfahrt vom Hotel lediglich 20 Minuten davon aufgefressen hat) und ist in Bildern und auch den verbliebenen Worten nur schwer wiederzugeben.

Die Bilder werden auch diesmal etwas später nachgeliefert werden. Hier aber schon mal ein kleiner Teaser...


Die Cataratas do Iguacu


Fingerzeig auf der brasilianischen Seite auf das Brausen und Tosen...


...und zwei Klammeräffchen auf der Seite Argentiniens.

04:18 AM - 1.04.2006 - comments {0} - post comment


Rio de Janeiro

Uiuiui wo fangen wir an, da wir bereits wieder auf gepackten Koffern sitzen (morgen zum Foz de Iguacu und danach ziehen wir um zu Kathrin und Heiko, da hier weiterer Besuch ansteht) gibt es jetzt erstmal eine klitzekleine Zusammenfassung:
Nach einer Busreise durch wundervolle Landschaften (jaja wir kratzen auch das schöne Minas Gerais an),


Wundervolle Landschaft

kamen wir in Rio an, wie immer am Busbahnhof. Da wir kurzfristig unsere beiden Einheimischen ja zu Hause lassen mußten, nahmen wir uns ein Taxi.
Ohhh ha!!!!
Nun - die vom Hotel veranschlagten 10 R$ wurden zu 22 R$ Festpreis - im nachhinein können wir nur sagen - Gottseidank!!
Nichtsdestotrotz nannten wir fröhlich unser gewünschtes Ziel und wurden mit großen Augen angesehen. Es lag definitiv nicht an unserer schlechten Aussprache, denn er wiederholte gedehnt nochmal die gleichen Worte. Wir nannten ihm noch den Ortsteil Santa Teresa und die Reaktion war der Stadtplan im meinen Händen!! Mike war auf dem Beifahrersitz ebenso erstaunt wie ich.
Guten Willen zeigend klappte ich das Teil auf, fand auch den Stadtteil  und das war's  dann auch. Zu dem Schluß kommend , daß wir ja schließlich die Touris sind, reichte ich die Karte zurück. Und dann wurde es lustig.
Man stelle sich folgendes Szenario vor:
Ihr seid in einer fremden Stadt, der Taxifahrer hat keinen Schimmer wo's lang geht, der Funk antwortet nicht, die Gegend wird immer weniger vertrauenserweckend und der Taxifahrer beginnt sich zu kreuzigen, nicht nur einmal - nein ständig. Ja bis wir mal geblickt haben, daß der das wegen der Kirchen am Straßenrand gemacht hat, waren wir dann glücklicherweise auch schon da!

Tja wirklich besser wurde es dann auch nicht. Der Typ am Hotel ( wir sprechen Deutsch!) verstand weder deutsch noch englisch und hatte auch insgesamt keine Ahnung, was er mit uns anfangen sollte. Und wir dann auch nichts mit dem Zimmerchen, das er uns vor lauter Verzweiflung zuteilte.
Kurz und gut, wir gingen wieder und suchten uns das nächste Taxi. Der Fahrer war lustiger, der Preis viel günstiger (obwohl die Strecke länger) und die Eindrücke der Umgebung doch eher das, was wir uns unter Rio vorgestellt hatten.

Das von der Touri-Information empfohlene Hotel in der Nähe des Ipanema jedoch dann wieder nicht so (ein Metallverschlag mit Gemeinschafts-Klo für 3 Zimmer und gerade mal so groß wie das darinstehende Doppelbett und zwei Spinde der Schuhgrüße 43), aber wir wußten ja auch nichts von der Provision für die empfehlende Dame!!!

OK, wir haben weiter gesucht, jetzt zu Fuss und denkt bitte an die bisherige Odyssee, die wir hinter uns haben, bevor ihr gleich neidisch werdet ;-)
Wir fanden eine Bleibe direkt am Ipanema


Blick vom Sonnendeck des Hotels auf Ipanema


Dahinter liegt Copacabana



Noch ein Argument für's Hotel: Die Begrüßungsdrinks.

zunächst für eine Nacht mit Ausblick nach hinten und die zweite Nacht mit Ausblick nach vorne direkt auf den Strand an Bude Nummer 9, dem Treffpunkt der High-Society der Ober- und Unterwelt. Oben auf dem Dach in der 16. Etage gab's noch 'nen Pool und 'ne Bar für unseren Begrüßungs-Caipi. Echt feist. Ach ja , den Jesus auf dem Corcovado konnte an da auch sehen.


Erfrischende grüne Kokosnuss (Coco verde) auf der Copacabana

Ja um den Rest des Programmes mal nur kurz zu erwähnen. Samstag Strand (mit neuem Sonnenbrand für Mike), Bummel über die Copacabana und natürlich rauf auf den Zuckerhut.


Fahrt in der Gondel zum Pao de Acucar


Blick auf Bucht und Gondel


Die üblichen Verdächtigen vor der kleinen Praia de Vermelho (oder so)


Die Dunkelheit zieht ein und wir uns vom Berg wieder zurück

Abends lecker Essen und kleiner Strandbummel bei 26 Grad um 22 Uhr. Und morgens wach werden mit Strandblick und Regen!!


Die Fahrbahn als großer Pool

Trotzdem wurde auf der gesperrten Fahrbahnhälfte gejoggt was das Zeug hielt und die Pfützen stiegen. Es hatte was von schwere Unwetter (wie Pfingsten 2003 oder 2004), dabei regnete es für deutsche Verhältnisse nur ein bißchen.

Trotzdem sind wir auf den Corcovado und hatten ihn für uns (fast) allein. Nur 6-8 genauso depperte Touris waren auch dort unterwegs, aber ohne so hübsche Regencapes wie wir sie hatten. Aber alle lachten sich kringelig.


Wir auf dem Corcovado, das Weiße hinter uns ist Rio


Isser's wirklich?


Die Hinweise verdichten sich, wir sind wirklich bei der bekannten Statue!


Von den feschen Regencapes befreit in freundlicher Gastronomie:
Tudo Bem! Gut gestärkt geht es weiter...


Da! Der Zuckerhut! Und alle Strände im Blick, toll!

Fazit: Wir müssen nochmal hin - bei Sonnenschein!!

Noch ein bisschen bummeln und schon ging es wieder heimwärts. Erneute 6,5 Stunden Fahrt und Vinhedo hatte uns wieder. Heute war Wasch- und Hundebespaßungstag und morgen gibt's wieder Wasser, diesmal als Wasserfall....
Jetzt ist es doch ausführlicher geworden, aber ihr sollt ja auch was zu lesen haben!!

03:11 AM - 28.03.2006 - comments {0} - post comment


Sao Paulo

oder um es mit meinen Worten zu bezeichnen: MOLOCH!!!
Gehört und gelesen hatte ich über diese Stadt wenig gutes, außer, daß genausoviele Menschen dort leben wie in Gesamt-NRW und es leider eine extreme Armut und hohe Kriminalitätsrate dort gibt.
Da hilft auch kein Kampfsport, daß war klar. Deshalb gebe ich an dieser Stelle gerne zu, daß ich doch so einen klitzekleinen Köttel in der Bux hatte, als wir Mittwochmorgen von Braulio zur Rodoviaria (Busbahnhof) gekarrt worden sind. Mike hatte geringfügig zu leiden, da ich ihn mit meiner Kontrolle-über-das-Verstauen-der-wichtigen-Dokumente (Bettina ich werde nie mehr grinsen, wenn wir zusammen verreisen) fast in den Wahnsinn trieb.

Die Fahrt selbst war ohne besondere Vorkommnisse, wenn man mal das wilde Geschaukel beim Überfahren der 30er-Zonen-Schwellen in Vinhedo überstanden hat (da bremst selbst Braulio auf das vorgeschriebene Tempo ab). Klimaanlage war hervorragend (übrigens in Brasilien in fast jedem popeligen Kurzstreckenbus).

Nach gut anderthalb Stunden waren wir da. Da der Bus jedoch bereits vorher mehrfach hielt, um Passagiere an der Autobahn aufzugabeln oder abzusetzen (ja hier gibt es ne Menge Fußgänger AUF der der Autobahn, sogar mit eigenen Übergängen!!!), stellte sich uns beiden die Frage: Woran erkennen wir eigentlich, daß wir an der Endstation sind??? Ha - wir steigen einfach da aus, wo die meisten aussteigen. Haben wir dann auch gemacht und da waren wir. Jetzt hieß es U-Bahn suchen und auch schon mal schauen, wo den am nächsten Tag das Rückfahrticket zu ergattern ist.

Mit ganz kleinem Gepäck (T-Shirt, Unterbux und Zahnbürste) haben wir uns dann zu dem  von Braulio empfohlenen Hotel begeben. Ein guter Tipp - so gut, daß wir wegen voller Auslastung kein Zimmer bekamen, da viele ein gutes und günstiges Zimmer haben wollen. Tja, wir haben dann ein paar Meter weiter noch eins gefunden, nicht so günstig aber im Vergleich zu London und Domburg noch sehr preiswert.


Ausblick aus unserem Hotel

Dann ging es zu Fuß los, mit einem kopierten Stadtplan (damit man den Touri nicht direkt erkennt), ab auf die Avenida Paulista, der Bankenmeile in Sao Paulo:


Avenida Paulista: Straße der Gegensätze


60er Jahre SciFi trifft Gebäudemast aus den 20ern


Mittendrin Hochhauswohnungen

Das irre an Sao Paulo ist, dass überall Wohn(hoch)häuser stehen, über die ganze Stadt verteilt. Aber 17 Millionen Menschen wollen halt gut verteilt sein über die Fläche des Ruhrgebiets (eigene Schätzung)


 Star-Wars-Raumkreuzer ist gelandet

Liberdade
Wo andere Superstädte Chinatown haben, gibt es in Sao Paulo ein großes japanisches Viertel: Liberdade (sprich: Lieberdatschi)

Der Anteil an japanisches Einwanderern ist recht groß in Brasilien, die meisten von ihnen haben sich aber in Sao Paulo zusammengefunden. Asiatisch angehauchtes Straßenbild, viele Japanische Läden und Shopping-Malls:


Dämmerung in Liberdade, gleich kommt der Regen...


Mittendrin ein japanischer Garten mit Bambus, Kois und Mücken (ihr erinnert euch: Mike hat aufgeholt)


Nach dem Regenguss

Was tun wenn's schüttet? Einkaufen im japanischen Laden neben an und warten, das der Regen aufhört. Soll ich doch das Hello-Kitty-Vogelfutter kaufen?? Danach hiess es zum trocknen wieder zurück ins Hotel und den Abend weiterplanen. Ich wollte unbedingt festeres Schuhzeug haben und Nicole hatte auch nix gegen einen Besuch in einer (natürlich: riesengroßen) Shopping-Mall. Ein Paar Chuck's für umgerechnet 25,-- Euronen und wir hatten den Taxipreis locker wieder drin ;-)
Abendessen gab es etwa 20 Meter vom Hotel entfernt, in einem hallenartigem Restaurant, das komplett zur Straße geöffnet war. Kauen und glotzen bei gutem und preiswerten Essen (Pizza, mal was landestypisches) und hervorragender Bedienung.

Danach hieß es den Schlaf der Gerechten zu schlafen, Tag zwei wartete ja auf uns...

Edificio Italiana
Dieses Hochhaus liegt im italienische Viertel der Stadt, allein wegen des guten Kaffees lohnt sich der Besuch (besonders im Vergleich zum sonst servierten Geschlabber). Im obersten Stockwerk befindet sich ein  Restaurant  mit grandiosem Ausblick. Das Restaurant wurde allseits als nobel und teuer beschrieben, was uns aber nicht von Genuss des opulenten Buffets abhielt. Wie so oft stellte sich auch dieser Besuch als absolut bezahlbar heraus, wenn wir nicht so pappsatt gewesen wären, hätten wir das nicht enden wollende Angebot noch weiter gebrandschatzt. Mnjam.

Aber dann hieß es raus auf die Besucherterasse:
Um ein Gefühl für die Stadt zubekommen stelle man sich am besten etwas riesig Großes vor. Das mal drei hoch dem eigenen Körpergewicht (in Pfund): Voilá, man hat sich ein dreißigstel Sao Paulo vor Augen geführt. Fein gemacht. Ich hatte zuerst ein gutes Dutzend Bilder vom Ausblick auf die Stadt ausgesucht, aber das wird zuviel. Deshalb: Egal, wohin an schaut: Hochhäuser, Straßen, Autos, Menschengewühl, viele Helikopter und wieder Hochhäuser, Straßen...


Ausblick vom höchsten(?) Gebäude der Stadt


Wartungsarbeiten in lichter Höhe


Regenguss im Norden der Metropole


Blick aus dem 41. Stockwerk auf einen der vielen Parkanlagen

OK nun hieß es wieder runter von diesem hervorragenden Aussichtspunkt und ab ins Getümmel.Man soll es ja kaum glauben, aber es gibt auch einen Altstadtteil in Sao Paulo. Eine Riesenkirche (Cathedral da Sé) mit nem hübschen Platz und ner prima Treppe zum drauf ausruhen und gaffen davor (was gibt's da zu grinsen - das viele italienische Essen mußte ja noch verdaut werden, da sind die Beinchen früher müde).
Aber schaut selbst:


Blick von der Kathedrale auf den belebten Vorplatz


Blick zurück (im Nieselregen)

Wir sind dann noch ein bisschen durch die Gegend getrabt und haben uns das unvorstellbare Gewusel der Straßenhändler angetan, um dann am späten Nachmittag völlig geplättet in den Bus zurück zur Basisstaion zu fallen.

Basisstation ist ein gutes Stichwort: Ausgerüstet mit dem Gästehandy, hatten wir imer eine gesicherte Verbindung zu Katja und Braulio. War ja schließlich unser erster Ausflug ohne Reiseführer außerhalb der Vinhedischen Stadtgrenze.

Und so wurden wir dann auch von Katja gegen 18 Uhr am Donnerstag Abend am Busbahnhof wieder in Empfang genommen. Hurra, wir haben es geschafft!

Was dann folgte war ein lustiger Abend mit noch lustigeren Getränken und der Vorfreude auf die Reise nach Rio:


Was Gesundes für Katja


Und runter, Mike probiert es natürlich auch...


...erheitertes Interesse auf der Gegenseite...


...aaahh, doch die bessere Getränkewahl.

P.S. von Nicole: Nach diesen unverschämten Untertiteln und nicht von mir freigegebenen Bildern sei folgendes klar gestellt: Braulio und ich haben dieses schmackhafte und nach alten Familienrezepten ausgesprochen gesundheitsfördernden giftgrüne (ohne Farbstoffe) Mischgetränk aus Orangen und Gemüsen zuerst probiert und zwar ohne Grimassen und gerümpften Näschen. Und zur Belohnung gab's Caipi (auch für die anderen beiden Helden!)

05:32 PM - 27.03.2006 - comments {0} - post comment


Publikumswunsch: Burger brasilianisch

Aufgrund der doch besonders großen Nachfrage (man könnte meinen bei uns gibt es nix zu essen) hier nun das ersehnte Bild vom Riesenburger:


Der Fokus glitscht am saftigen Burger ab, welcher übrigens auf einem Suppenteller liegt.


Da lachen die Herzen und Mägen...

Das vorläufige Ende:

Liegengeblieben! Hier ist ein Mechaniker gefragt...

Braulio hat ihn als Einziger von uns aufgegessen, Mike hatte noch einbisschen übrig, während Katja uns ich am nächsten Tag noch einekomplette Mahlzeit davon hatten.

05:00 PM - 27.03.2006 - comments {0} - post comment


Geburtstag!!!

Da sin wa wieda - zurück aus RIO. Aber zu allererst ein spezieller Gruß in die Heimat an mein Schwesterchen Claudia: Happy Birthday to you von der anderen Hälfte der Erdkugel. Von Mike, mir und dem heute ständg kläffenden Hund. Lass es dir gut gehen und iss ein Stück Kuchen für uns mit!! Wir waschen derweil unsere Wäsche....

04:49 PM - 27.03.2006 - comments {0} - post comment


Termine, Termine, Termine...

Jepp, wir waren da! 2 Tage (MI + DO) in der Mega-Metropole mit lächerlichen 17 Millionen Einwohnern. Morgen früh wird es schon wieder weitergehen: Rio de Janeiro!
Der Bus geht ab Campinas (kennt ihr ja schon) los und wird so 5 Stündchen unterwegs sein. Sonntagabend wird es mit dem Bus zurückgehen, damit wir den Montag fein nutzen können zum Wäsche waschen und erneutem Kofferpacken

Am Dienstag geht es mit dem Flieger ins Dreiländereck von Brasilien, Paraguay und Argentinien. Dort, im buchstäblichen Nix, besuchen wir die Iguacu-Wasserfälle (die Niagarafälle sind 'ne Witznummer dagegen). Zwei Übernachtungen und unser heimeliges (besonders im Vergleich zu Sao Paulo) Vinhedo hat uns wieder.

Und dann, dann gibt es Bilder von Sao Paulo, Rio, schwindelerregenden Busfahrten, ganz viel Wasser und dem Burger.

Tudo bem soweit.

Nicole & Mike

01:10 AM - 24.03.2006 - comments {0} - post comment


Autofahren in Brasilien...

Kommen wir nun mal  zu den Sitten und Gebräuchen in Brasilien, die so manchem Europäer die Fragezeichen ins Gesicht treiben.

Fangen wir mal ganz klein an und erläutern euch die Besonderheit und damit auch unseren unbändigen Stolz bezüglich des Themas: Mike und Nicole alleine beim einkaufen. Die Sprache stellt dabei das kleinste Problem dar, zitieren wir an dieser Stelle Mama Braulio "meine Hände habe ich zum erklären immer dabei".

In Brasilien leben viele Menschen (und so auch Braulio und Katja) in bewachten Wohnparks, zum Schutz vor Kriminalität, was bedeutet,daß man hier nur mit  "Club-Karte" und Aufkleber am Auto Einlaß erhält. Gestern waren wir mit Katjas Auto alleine einkaufen, hatten also ein registriertes Auto und bei Bedarf Katja zu Hause, damit der Wachmann nachfragen kann. Heute morgen waren die beiden aber arbeiten und wir deshalb auch zu Fuß unterwegs. Aber eine weitere brasilianische Eigenheit ermöglichte uns eine ungehinderte Rückkehr in den Park. Immer lächeln und freundlich winken. Naja und wahrscheinlich auch die Tatsache, daß der Wachmann uns die letzten Tagen bereit ständig mit den beiden gesehen hat.

Freundlichkeit ist eine weitere wirklich herausragende Eigenschaft in diesem Land.
Den Daumen nach oben recken und ein freundlich grinsendes "Tudo bem!" (alles in Ordnung!), ob als Frage oder Antwort formuliert, öffnet hier so ziemlich jede Tür.

Tja und nun das eigentliche Thema dieser Rubrik: Autofahren in Brasilien!
Unsere kleiner Sprachreiseführer "Kauderwelsch brasilianisch" schreibt folgendes:
"Abends fährt jeder bei Rot über Kreuzungen. Also höllisch aufpassen, auch wenn sie Grün haben. Alkoholkontrollen sind sehr selten, zum Überleben brauchen sie aber einen ganz klaren Kopf." (den Beifahrern tut das ein oder andere Alkoholteilchen im Blut aber ganz gut)
Diese Eigenheit ergibt sich nicht (wie zum Beispiel in London) weil man keine Lust zu warten hat, sondern weil in den Abendstunden die Überfälle an Kreuzungen zunehmen, da hilft auch nicht "Knöpfchen runter und Tür verriegeln". Dennoch merkt man, wie umsichtig alle Teilnehmer im Straßenverkehr miteinander umgehen.

Die brasilianische Ungeduld beim Autofahren kommt eher am Tage zum Vorschein. Zügiges Fahren (auch auf den dicksten Buckelpisten) und erstaunliche Überholmanöver gehören hier zur Tagesordnung. Bei der großen Anzahl von alten Käfern und kleinen VW-Bussen und wirklich steilen Straßen ein teilweise sehr unterhaltsames Unterfangen.

Wir ihr seht, ist es hier in vielen Bereichen spannnend - wie immer später mehr

05:58 PM - 21.03.2006 - comments {0} - post comment


Die bunten Farben Brasiliens

O.k. - wo wir uns in diesem riesigen Land so in etwa rumtreiben, hat Mike euch im letzten Kapitel ja bereits erklärt. Auf einigen der ersten fotographischen Anekdoten habt ihr auch gesehen (jaja mein Benjamin im Hausflur-aber jetzt weiß ich, daß ich auf brasilianisch mit ihm sprechen muß, um euch dann alle mit Ablegern zu versorgen), daß grün hier doch eine sehr vorherrschende Farbe ist. Kommen wir nun auf dem Farbkreis (na alle aufgepaßt im Kunstunterricht-Einwände sind da eher von der HSL-Fraktion zu erwarten, wenn ich jetzt sage:) zur Komplementärfarbe ROT!

Die Erde in Brasilien ist von wirklich schöner und auffallend roter Farbe. Komischerweise haben die Schlammfüßchen von Fada nach dem Regenguß auf dem Autositz und Nicoles Hose doch dann eher lehmfarbene Tapsen hinterlassen. Aber es gibt hier auch eine besondere Form von roten Flatschen und Flächen:

Nun ja
zunächst muß ich anmerken, daß nicht nur unsere Gewöhnung an das brasilianische Klima und das Anfreunden mit der brasilianischen Lebensweise gut voranschreitet (wir waren heute gaaanz alleine Brötchen kaufen), sondern auch die Mücken sich mit unserem Anti-Brumm arrangiert haben. In der Einstich-Liga steht es seit heute Nacht 6:3 für Nicole, wobei Mike schon die Besonderheit von Ameisenpipi auf großen Zeh macht dicke Beule als Besonderheit anführen kann, aber die Ameisen sind hier ja auch um einiges größer als zu Hause. Wenn wir beim Größenvergleich der Flatschen bleiben kann ich allerdings schon behaupten, daß meine Braslien sind und Mikes Luxemburg. Katja lassen wir bei diesem Vergleich außenvor. Bei der Größe könnte ich noch kontern, aber definitiv nicht bei der Anzahl.

Mike scheint aber etwas geahnt zu haben, er hat sich gestern beim Rasenmähen eine eigene rote Flächenform kreiert: einen flächendeckenden Sonnenbrand auf Nacken und Schultern. Aber der Herr wollte sich ja nicht eincremen - war ja sooo bedeckt gestern. Damit steht er auf der Rothitliste ganz oben, aber den Platz will ihm auch keiner streitig machen!!

Morgen und übermorgen werden wir uns wohl ein bisschen in Sao Paulo rumtreiben und am Freitag geht es für das Wochenende nach Rio zusammen mit Katja und unserem charmanten Reiseleiter Braulio. Dort treffen wir dann Massimo, einen brasilianischen Freund von Braulio, und seine niederländische Frau, die seit einigen Jahren in Rio leben. Wenn das nicht Multikulti ist. Das wird spannend. Wir werden berichten.

Ach ja, da gibt es noch eine Kleinigkeit zu erwähnen: unser gestriges Abendessen erreichte uns dann doch noch. Brasilianische Burger. Wir haben sie fotographiert und werden euch die Bilder einstellen. Phänomenal und spektakulär sind die einzigen Ausdrücke die mir dazu eingefallen sind und SEHR LECKER!! Ihr könnt gespannt sein... das Bild kommt dann später-ich bekomme es nicht aus der Kamera, weshalb die Fotostrecken mit den kurzen Faultiertexten auch fast immer von Mike sind.

05:06 PM - 21.03.2006 - comments {0} - post comment


Ick hör imma nur Winnhedu

Vinhedo? Wat isn das? Tut doch wohl nich weh, odda? Achja, Sao Paolo in Brasilien, ne klar. Find ich auch gut, aber sonst ist Afrika doch recht langweilig, nöh.

Dies und ähnliches stürmt in den letzten Tagen und Wochen auf uns ein. Bleibt vor allem zu klären: Wo zum Teufel ist eigentlich Vinhedo? Interessante Frage, wie wäre es mit folgendem:

Man nehme sich eine einigermaßen intakte Weltkarte oder einen zu Tode geliebten alten Diercke Weltatlas (am besten einen der guten alten braunen, zur Not tut es aber auch ein moderner blauer) und fingerwandere nach Südamerika. Unterhalb der hervorlugenden ersten Beule erscheint eine bescheidenere zweite Beule. Unter dieser Beule stecken Rio und Sao Paolo in der folgenden Delle wie zwei vorwitzige Augen in einer Kartoffel. Das untere Auge ist Sao Paolo.

Auf Karten von Weltniveau liegt Vinhedo ca. 0,9 bis 1,7 cm in Richtung des gegenüberliegenden Sitznachbarn von Sao Paolo entfernt. Aeronauten würden auf nord-nord-westlich bestehen.

Wer nicht mit dem Finger auf der Karte, sondern mit dem Auto anreist muss ca. 80 Kilometer von Sao Paolo bis Vinhedo (sprich Winjedo) zurücklegen. Weitere 30 Kilometer oberhalb liegt Campinas mit etwa 140.00 Einwohnern. Das große Einkaufszentrum  (siehe Lasst Bilder sprechen) liegt hier und ebenso ein (natürlich großes) Restaurant mit schönem Biergarten.


Auf der Veranda in Campinas (Samstag 18. 3.06) (Nein, Mike geht es gut)

Zwischen Campinas und Vinhedo liegt Joaquin de Blablabla wohin wir einen kleinen Ausflug mit unserem väterlichen Reiseleiter unternommen haben.


BraulioTours- selbstlos unterwegs im Regen (leider nicht zu erkennen)

Die sonntägliche Fahrt nach Joaquin de Blablabla führte über gut ausgebaute Straßen und staubige Schlaglochpisten (Paris-Dakar-Feeling) durch diverse Ortschaften und verwünschte Landschaften. Am Ende der unterspülten und zerklüfteten Piste erreichten wir im Regen ein improvisiertes Kassenhäuschen (Am Zaun angebundener Sonnenschirm) und hielten auf einem kleinen, aber rappelvollen Parkplatz.


Innenraum des Ausflugslokals

Auch wenn der Raum verwaist aussieht, es war so voll, dass wir auf der überdachten Aussenveranda keinen Platz meht bekommen haben. Rechts, die Treppe hoch standen zwei Musiker, einer mit Percussion, der andere mit Guitare und Gesang und unterhielten  uns mit feiner Musik. Mitzusingen ist normal.

Auf Braulios Empfehlung versuchten wir den Fischeintopf, welcher für zwei Personen gedacht war. Da wir aber nur eine kleine Zwischenmahlzeit haben wollten teilten wir ihn uns zu dritt. Die Portionsgröße wäre bei uns wohl eine Art Familienteller gewesen, Braulio allerdings war eher unzufrieden: Zu viel Soße, zu wenig Fisch.


Lecker Fischeintopf mit fritierten Maniok und verschüttetem Reis

Eigentlich wollte ich schreiben, dass die kleinen weissen Krümmel neben dem rechten Teller Maden nach Art des Hauses sind, aber dummerweise hielt Nicole meine Reisfledderei im Bild fest.


Mike erstarrt und wirft mit Reis um sich. Nicole fotografiert.

Ein typischer Moment übrigens. Bemüht, jetzt bloß keine Sauerei zu veranstalten, da man ja fotografiert wird, passiert genau das was man am liebsten wegwünschen möchte. Hätte ich mal besser Bier getrunken, wie Braulio...
Wie auch immer, so schaut es vor dem Lokal aus:


Noch regnet es, aber bald stehen da wieder Stühle

Noch ein letztes Bild unseres Ausflugs. Ein paar Meter weiter ist ein kleiner See mit vielen Fischen und noch mehr Mücken. Es fällt mittlerweile kaum noch ins Auge, wie prächtig und üppig die Pflanzen hier wachsen, es sieht hier halt an jeder Ecke so aus. Beeindruckend wird es wieder, wenn wir Pflanzen zum Vergleich haben, die wir auch aus dem heimischen Wohnzimmer kennen. Nehmen wir mal den Benjamin Ficus, eine Lebensform die ich nur im ständigen Todeskampf erlebt habe, selten höher werdend als 70cm und wenn, dann so kahl wie Telly Savallas (Kennt den eigentlich noch irgendjemand?). Hier hingegen, aber seht selbst:


Das Grüne ist der Baum

Kleiner Einwurf von Nicole an ihre Mutter: "Nicht jeder Baum geht ein in meiner Gegenwart ein". Was soll ich dazu noch sagen?

Gespickt mit derart vielen Eindrücken fuhren wir wieder zurück, was uns zu einem anderen Thema bringt:
Autofahren in Brasilien...

01:53 AM - 21.03.2006 - comments {0} - post comment


An dieser Stelle: Danke

Momentan warten wir gerade mehr als sehnsüchtig auf - nein nicht das Christkind- sondern auf Braulio, besonders Katja, und das nicht nur weil er uns natürlich sehr fehlt ;o), sondern weil er das Essen mitbringt, auf das wir seit mehr als zwei Stunden warten. All unsere Versuche Katja abzulenken (Bananenmilch, lustige brasilianische Soaps schauen oder die "wunderbaren" Internetfotos (Kapitel vorher) betrachten und selbst Fadas selbstloses "ich-schlecke-zur-Ablenkung-an-Mikes-Käsefüßen) scheitern langsam.
Deshalb nutze ich die Zeit für ein kleines Dankeschön. Natürlich an Katja und Braulio für den Rundum-sorglos-Service, den wir hier seit einigen Tagen von den beiden geboten bekommen, als aber auch an dieser Stelle an die fleißigen Gästebuchschreiber, die zwar doch ein wenig grün zu sein scheinen vor Neid, aber Mike und mich vor Neugier auf die vielen Einträge doch häufiger (als vorallem ich vorher dachte) ins Netz schauen lassen!

Deshalb an dieser Stelle liebe Grüße an alle Daheimgebliebenen (und natürlich auch den auswärtigen Herrn im Kiwiland). Und jetzt warte auch ich wieder auf Braulio mit dem Catering..

Ach ja und an dieser Stelle sei auch dem netten Herrn aus dem Watzmann-Laden gedankt, der mir dieses (bisher zumindest) sich als spektakulär wirksam erweisende Anti-Brumm empfohlen hat - das jetzt selbst die einheimische Katja benutzt!! Die Planung für zwei Personen sollte sich aber dennoch als ausreichend erweisen, da Mike und Braulio von den dämlichen Viechern verschont bleiben! Sollte das an den Käsefüßen liegen...

01:12 AM - 21.03.2006 - comments {0} - post comment


Lasst Bilder sprechen

Nein, wir sind in den letzten Tagen nicht verloren gegangen. Es waren mehr die kleinen Abenteuer des Alltags, die wir erlebt haben. Schwimmen im Klub (des Condomenio), shoppen im riesigen Einkaufszentrum (p.s. von Nicole: Weil Mike einen Teil seiner T-Shirts vergessen hat), essen im Biergarten etc. Bevor wir unsere Erlebnisse ins Netz tippen, wollen wir zuvor lieber ein paar Bilder zeigen:


Ausblick aus unserem Gästezimmer auf den Garten


Unverzichtbares Reisenecessaire (Schau mal Mama, Dein Stecker auf Weltreise)


Fada und Nicole (rechts) hängen ab.


Katja entdeckt die Welt des Bloggens und tippt groovend (wir haben auch etwas Mucke importiert) ihren ersten Eintrag


Attraktion der Shopping-Mall: Die Mammutwurzel eines Feigenbaums




So sieht der Brummer von der anderen Seite aus.


T-Shirts für die Herren, Fußpflege (und gute Laune) für die Damen

12:31 AM - 21.03.2006 - comments {0} - post comment


Gruß von Katja

Mike und Nicole haben Brasilien heil erreicht. Ich kann es immer noch nicht fassen und sehe uns eigentlich noch gemeinsam im kalten Deutschland einen Kaffee trinken und Reisepläne schmieden. Mein erster Besuch aus Deutschland, yeh. Ich warte auf die Leute, die da noch kommen mögen. Ich muss gestehen ich fühle mich gerade ein bisschen überrumpelt und weiß gar nicht so recht was ich euch noch erzählen soll- gelobe aber Besserung und werde bald mehr berichten. 

09:44 PM - 18.03.2006 - comments {0} - post comment


T-Shirt und kurze Hosen

Hah! Geschafft! Mittlerweile haben wir den 18.3. um 0:40h (Deutschland Ortszeit 4:40 Uhr) und wir sind schon vor etlichen Stunden gut angekommen.
Das wir in einer anderen (glücklicheren) Klimazone sind soll folgendes beweisen:



Braulio wuselt gerade in der Küche, (der zwote von rechts ist Heiko, seine Freundin Katrin hat das Foto gemacht) während wir einen netten Grillabend hinter uns haben. Draußen war es etwas zu warm. Auch davon später etwas mehr...

Achja, Papayaeis schmeckt wundervoll.

jaja der Herr Reusch. Die wichtigen Dinge im Leben sollten zuerst Erwähnung finden: Essen und Essen!!

Während Braulio und Mike gerade zwecks lustiger Wassergymnastik im Pool planschen und Katja zusammen mit der Hundedame des Hauses schlafend die Hängematte bewacht, möchte ich euch die Aktionen seit der Ankunft schildern. Schreibfehler bitte ich zu entschuldigen aber es ist 15 Uhr hiesiger Zeit und ich habe gerade einen von Braulios hervorragenden Maracuja-Caipirinhas getrunken. Da es aber zu Hause ja bereits 19 Uhr ist, finde ich das durchaus in Ordnung (*grins*)

Die Landung in Sao Paulo war kein Problem und auch wenn man ein hektischer Nordeuropäer ist, wird man hier ganz schnell entschleunigt: die Passkontrolle.
Nachdem wir zusammen mit einem freundlichen Brasilianer im Flieger unsere Einreisekarte ausgefüllt hatten (die es, da wir mit Iberia flogen auch nur auf spanisch gab) hieß es anstehen und warten. nach einer Stunde waren wir durch und konnten unser Gepäck, bereits vor dem Laufband liegend, einsammeln. Obwohl wir in der Warteschlange durch Fenster sehen konnten wie "unheimlich liebevoll und vorsichtig" das Gepäck behandelt wird, waren alle Flaschen ganz geblieben. Der Rest des Weges bis zum Ausgang ging dann trotz erneuter Schlange recht fix und Braulio nahm uns in Empfang.

Kurze Aufregung kam auf, als er den Autoschlüssel in seinen Hosentaschen nicht fand. Konnte er auch nicht, denn er steckte noch im Schloß im Auto!! Soll nochmal einer sagen, Südamerika sei gefährlich.

Auf dem Weg nach Vinhedo konnten wir bereits einen kurzen Eindruck der Metropole Sao Paulo bekommen. Eine nicht endende Wolkenkratzer-Skyline. Ich bin jetzt bereits gespannt auch unseren Besuch dort.

Jetzt ging es aber erstmal zu Katja und der Hunde-Dame Fada, die bereits zu Hause auf uns warteten. Nach Mitbringselauspacken und kurzem Hosenwechsel (man ist das warm hier) gab es Frühstück Frischer Mangosaft und brasilianische Köstlichkeiten (Käse aus Minas Gerais - hoffentlich habe ich das jetzt richtig geschrieben) sind schon sehr zu empfehlen.

Danach mußte die ganze Belegschaft erstmal Mittagsschläfchen machen, außer Braulio, der ein bisschen arbeiten mußte. Eigentlich wollten wir dann noch einen unserer größeren Programmpunkt (Foz de Iguacu) buchen, aber die Dame im Reisebüro hatte doch schon den Feierabend vorgezogen. Egal, fahren wir halt morgen nochmal hin.

Als Ersatzprogrammpunkt gab es dann einen kurzen Bummel durch Vinhedo-City und ein Eis. Papaja- und Joghurt mit Maracuja waren schon klasse. Da Katja aber später über das mitgebrachte Milchreiseis sooo strahlte, werde ich für meinen Teil, dieses auch noch probieren müssen!

Wir haben dann noch die Einkäufe für den Grillabend erledigt und ich muß schon sagen, die Obst und Gemüseauswahl ist hier beneidenswert. Aber auch eine Literflasche Pitu für umgerechnet 3,- ? (bitte jetzt kein Neid in Neudorf ;o) ) ist schon beeindruckend.

Die Klasse der Einkäufe kam aber dann beim Verzehr erst so richtig zu Tage: aromatische Tomaten, Maracuja-Caipi und gegrilltes Rindfleich mmmjamm.

Zwischendurch haben wir dann noch unser Moskitinetz imprägniert und aufgehängt und konnten die Nacht dann schwitzend, aber ohne Mücken verbringen.

Wie ihr merkt, ist hier alles sehr ereignisrecih, aber extrem entspannt. Bei ca 30 Grad denke ich an euch und verabschiede mich - die Hängematte ruft.


04:34 AM - 18.03.2006 - comments {0} - post comment


Der erste Schweißausbruch (Check-In)

Es muss nicht die tropische Wärme des Regenwaldes sein, welche einem die Röte ins Gesicht treibt. Nein, ein Schalterbeamter beim IBERIA Check-In genügt. Davon später etwas mehr...

Ein leicht tröpfelndes Hallo aus Vinhedo. Aber erstmal ein Nachtrag zum oben bereits erwähnten ersten Schweißausbruch unseres Urlaubes.

Wie bereits erwähnt, hatte uns die Ansage der Iberia-Dame über die zulässigen Gewichte unseres Gepäcks ja zum rotieren gebracht. Nachdem wir also einige Teile unseres Gepäckes (wer braucht schon mehr als 3 T-shirts für drei Wochen) zugunsten von Rotwein und Kaffeesirup entfernt hatten, brachte unser Gepäck laut unseren Waagen kaum mehr als das zulässige Gewicht von 20kg zum einchecken und 10kg Handgepäck auf die Waage.

Die Waage der beim Check-In kam jedoch auf ein ganz anderes Ergebnis. Aber immer von vorne: Nachdem die Schlange der Holzklasse doch sehr lang war, hatte der Herr am Buisness-Check-In wohl etwas Langeweile und freundlich winkte er uns heran. Hätte er nur geahnt, was ihn erwartet - er hätte uns stehen lassen!

Freundlich lächelnd stellte wir die erste Tasche auf das Band. 26 kg! (Ihr erinnert euch 40,- ? pro Kilo Übergewicht!!) Aber ohne mit der Wimper zu zucken, machte er den Aufkleber dran. Die zweite Tasche mit 23 kg war dagegen ja schon kein Problem mehr. Er buchte uns für den Weiterflug Plätze in der Zweierreihe. Wir wollten uns bereits erleichtert verabschieden (denn Handgepäck wurde noch bei keinem von unseren Flügen gewogen!!) da bat er uns das Handgepäck auf das Band zu stellen...

Das nun folgende Farbspiel wurde leider nicht in Bildern festgehalten: Der Herr am Schalter wurde weiß, wir dafür um so farbiger. Knallrot dürfte es wohl treffen. Mit 14 und 15kg waren wir eindeutig zu schwer unterwegs. Was nun folgt wollen wir wegen der peinlichen Erinnerung etwas abkürzen. Umpackaktionen auf dem Füßboden vor dem Check-In, diverses Nachwiegen (nehmen sie die Waage an dem Band nebenan, das wird derzeit nicht gebraucht) und vorallem Mikes Packvariante (ich ziehe so viel über wie es nur geht) brachten den Herrn am Schalter dazu, die nun schwerere der beiden Taschen (17kg) zusätzlich einzuchecken und uns mit 9,8 kg Handgepäck zu entlassen. Da ich wohl soo jämmerlich aussah, gab er mir noch mit auf den Weg, daß ich das Paket Wasser aber ruhig in die Tasche packen dürfte, auch wenn die 10 kg dann wieder überschritten werden. Und Kosten für das eindeutige Übergepäck hat er uns auch nicht berechnet!

Ich kann euch sagen: so beginnt ein entspannter Urlaub!!

Ansonsten war der Flug bis Madrid ein Klacks. Um 23 Uhr haben wir dann  noch fürstlich gespeist (beim Amerikaner unseres Vertrauens mit dem großen gelben M), um dann gemütlich zu unserem Gate zu traben. Mit einem Stück Handgepäck ist das ja kein Problem!!

Die brüllende Wärme im Flieger sollte dann auch schon einen kleinen Ausblick auf die hiesigen Temperaturen bieten, selbst die beiden Braslianer in der reihe vor uns hatten trotz T-Shirt Schweißperlen auf der Stirn. Und jetzt stellt euch Mike vor: bekleidet im Zwiebelsystem (Stichwort Handgepäck) mit zwei Shirts (davon eins mit langem Arm) und 3(!) Jacken. -ohne Worte-

Im Verlauf des Fluges war man zwar glücklich über das ein oder andere Kleidungsstück, weil die Temperatur doch noch etwas absackte, aber eigentlich haben wir trotz des spärlichen Platzangebotes in der Holzklasse den Flug ganz gut überstanden. Auch Pipi-machen im Flieger ist gar nicht sooo schlimm, wenn man darf. Mike jedenfalls brauchte mehrere Anläufe, da er von der Stewardess aufgefordert wurde "setzen sie sich hin, wir haben Bewegung". es waren kleine Turbulenzen, aber nix wildes.

Eine unserer Lieblingsgewohnheiten (kurz nach dem Essen, meist auf dem Sofa , einzupennen) war uns sehr hilfreich, da wir nach dem Essen quasi bis zum Frühstück durchgeschlafen haben. Und Frühstück bei Sonnenaufgang über den Wolken ist auch nicht zu verachten. Ihr merkt, alles ziemlich entspannt, wäre da nicht der bange Gedanke an unsere schlecht verpacktes Flaschenarsenal im eingecheckten Handgepäck.....


04:30 AM - 18.03.2006 - comments {0} - post comment


Wir packen unseren Koffer....

wenn Mike in den unendlichen Sphären seines Kellers überhaupt einen finden wird....

Nun ja, ich für meinen Teil (das ist der genetisch weibliche Part dieses Duos wobei der Herr auch ganz schön oft Mädchen ist - aber wir wollen nicht abschweifen) habe seit Montag bereits URLAUB.
Ein schönes Wort und man kann, wenn man nicht arbeiten muß, viele tolle Dinge machen, wenn man nicht - so wie ich - eine Wahnsinns-wat-ich-noch-alles-machen-muß-LISTE in den Händen hat!

Aber wir haben heute schon Mittwoch und wir können mit Erstaunen behaupten: Wir haben alles besorgt und erledigt - zumindest die Dinge, die uns bis jetzt eingefallen sind.

Sehr zur Verwunderung unseres näheren Umfeldes, sind wir auch noch sehr entspannt. Wir haben noch nichts eingepackt, aber schon ganz viele Sammelstellen mit einzupackenden Dingen eröffnet. Jetzt sollten wir uns nur noch merken, wo diese alle sind.

Da wäre zum Beispiel die Kiste mit dem Dornfelder von Aldi für Braulio ("von dem ihr aber nichts abbekommt" Zitat Braulio) und für Katja die Vorratsflasche Iberogast und das Kilo Weizengries. Zumindest bei unserer "Gastfamilie" scheint es auch eine klare Rollenverteilung zu geben.

Aber nicht nur für die Freuden im Leben ist gesorgt. Wir haben auch noch Blutzuckermessstreifen, Laminierfolie (mindestens 6 Kilo) und Bücher dabei. Dazu noch DVD-Rohlinge und diverses technisches Gerät für die Kamera von Braulio. Ich hoffe die Zollbeamten lesen keine Weblogs....

Ach ja und die diversen Kaffeesirupflaschen hätte ich fast vergessen.

Naja für den Fall, dass wir nun nur noch eine Unterhose und ein T-Shirt mitnehmen können, sind wir laut Reiseführer zumindes als typisch deutsche Touristen unterwegs!!

ok ich muß jetzt mal aufhören, um
a) mal endlich mit dem packen anzufangen und
b) damit ihr nicht versucht umzublättern, weil der Eintrag sooo lang ist.
Außerdem scharrt Mike hinter mir bereits mit dem Fuss, da ich seit mindestens 10 Minuten seinen Rechner blockiere. (Das ist übrigens einer der versteckten Gründe für dieses Tagebuch: Mikes Rechner-Entzugserscheinungen minimieren-auch wenn er keinen Mac in Brasilien benutzen kann!!)

Bis dahin...

Soviel zu den Ausführungen meiner reizenden Blogwärterin. Zu meiner Beruhigung konnte sie meinen wahren Bloggrund nicht enthüllen:
Mike schafft sich eine kleine Bühne und die armen Menschen müssen zuschauen.
Aber gottseidankundindiehändegeklatschtundjagesagt hat das niemand erwähnt und ich werde mich hier davor hüten.

Typisch für den Brasilienreisenden in der ersten Jahreshälfte ist übrigens die ausgeprägte Tendenz sich durch spezielle Übungen auf das zu besuchende Riesenland einzustellen. Mobilität im kleinen wird trainiert durch folgenden Rhythmus:
Preisvergleich in Düsseldorf - Einkaufen im CENTRO - Suche nach größeren Bekleidungsstücken in Düsseldorfer Filialen - Reklamieren im CENTRO.
Erlaubte Unterbrechung dieses Workshops: Vla und Schokostreusel in Venlo kaufen. Diese Übungen härten ab, erheitern die Motorik und schärfen den Sinn für haltlose Zusagen von Verkäufern.

Interessant, nicht wahr?

Allerdings werde ich jetzt wohl doch in den Keller absteigen müssen und nach den Koffern forschen. Ausgewiesene Kellerkenner werden ahnen was mir bevorsteht...




ohhhhh jetzt kommt bei mir auch das Mädchen durch... noch fünf Stunden bis zum Abflug-ich habe endlich meine Tasche fertig-die Ansage der freundlichen Iberia-dame ("20 Kilo pro Nase sind erlaubt, jedes Kilo mehr kostet 40 Euro") hat Mike und mich ganz schön ans rotieren gebracht. Alleine die "Mitbringsel" (Liste siehe oben) haben schon über 15 Kilo.....Jetzt sitze ich mit leichtem magengrummeln und überlege,was wir vergessen haben könnten. Trotz 15mal kontrollieren! Ok ich werde jetzt noch was futtern und dann geht's los. Mama spielt Bahnhoftaxi. Wir melden uns dann aus Brasilien wieder!

11:01 PM - 15.03.2006 - comments {0} - post comment


Nur noch einmal schlafen...

40 Stunden Flug von Düsseldorf nach Sau Paulo, über Helgoland, Madrid und Thule stehen uns bevor. Was wirklich passiert ist und was eigentlich hätte sein sollen, werdet ihr in diesem Blog zu lesen finden.

Also schaut mal ab und an ins Netz, wenn ihr mit uns am Ball bleiben wollt. Wer mag darf sich gerne im Gästebuch verewigen oder einen Kommentar hinterlassen (Post comment).



Nicole & Mike

08:14 PM - 10.03.2006 - comments {3} - post comment


Werbung: lustich.de im neuen Look

Hast du es schon gesehen? lustich.de ist seit kurzem ganz neu gestaltet und sieht jetzt viel cooler aus. Musst du mal wieder reinschauen: lustich.de

01:00 AM - 1.01.1970 - comments {0} - post comment


Wozu dat getz wieder gut sein soll...
Wir besuchen unsere Freunde in Brasilien und versuchen im Netz davon zu berichten. Auch um unsere Eltern zu beruhigen...
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