schwerelos - zum fliegen

maybe this time tomorrow - the rain will cease to follow - and the mist will fade into one more today ?


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having hope

Posted: 11:47 PM, Thursday, February 19

 

ich vermisse ihn.

 

ich vermisse ihn so schrecklich, schrecklich, schrecklich doll....

 

 

hoffentlich geht's ihm genauso.

 

und hoffentlich geht diese woche ganz schnell vorbei.

 

in ♦
something (0) | your stuff | only one

path of destruction

Posted: 08:35 PM, Tuesday, February 3

 

ich bin so dumm.

 

warum verletze ich den menschen, den ich liebe?!

 

..ich hasse mich.

 

in ♦ love life
something (0) | your stuff | only one

reflection

Posted: 02:20 PM, Saturday, January 31

 

...wow.

 

mein letzter eintrag ist ewig her und es ist SO viel passiert... alles hat sich um 180° gedreht und nichts ist mehr wie vorher.

 

aber langsam.

 

 

2008 hat katastrophal begonnen, ich hatte die schlechteste silvester-party meines lebens hinter mir und mein abi stand kurz bevor. ich war depressiv und musste mich zwingen, mein abi wenigstens halbwegs über die bühne zu bringen, ohne vorher aufzugeben (und ich war so oft kurz davor).

 

als das abi dann vorüber war und ich überraschenderweise tatsächlich einen schnitt von 2,5 geschafft habe (was allerdings eher an den vornoten als an den noten der abi-prüfungen lag), hab ich ganz viel zeit gehabt.

 

genug zeit, um auf blöde ideen zu kommen.

 

ich habe wohl zwei monate lang magersüchtig "gespielt". essen wurde schlechtgeredet, ich wollte so viel wie möglich abnehmen und mein ziel waren 10 kilo weniger bis zur abi-fahrt (die im juni war). das ist auch sehr schön hier im blog nachzulesen. (an dieser stelle muss aber gesagt werden, dass es sich nicht um eine unbedingt nötige maßnahme gehandelt hat - ich war und bin nicht fett oder übergewichtig, ich habe eine normale figur.)

 

als wäre das nicht genug, haben sich meine depressionen verschlimmert (kein wunder eigentlich, denn es hatte sich aufgestaut und wurde zudem nicht behandelt).

 

kurz vor der abi-fahrt hatte ich sowas wie einen nervenzusammenbruch... und dann habe ich mich gezwungen, doch mit auf abi-fahrt zu fahren.

 

die war an sich sehr lustig und ich erinnere mich auch an viele tolle dinge, die passiert sind. was mir aber im vorraus klar war und was sich dann auch bewahrheitet hat: danach ging es mir noch schlechter. die abi-fahrt hat mich quasi realisieren lassen, wie sehr ich mich durch meine krankheit hab einschränken lassen.

 

danach konnte ich also gar nicht mehr. mein abiball stand kurz bevor (es waren ungefähr drei wochen bis dahin)... ich habe mir ein kleid gekauft, dass ich zwar schön fand, aber auf den abiball habe ich mich dennoch nicht gefreut. (man muss dazu sagen: ich habe auf dem abiball in meinen geburtstag reingefeiert, weil ich an dem tag darauf geburtstag hatte... das hat es nicht einfacher gemacht, da ich keine richtige feier gehabt hab, weil ich so schlecht drauf war und kaum leute hatte, die ich hätte einladen können.)

 

in einer art verzweiflungstat bin ich dann zum arzt gegangen... und der hat mir dann eine klare ansage gegeben: ich habe definitiv eine klassische depression und muss anti-depressiva nehmen.

 

das hat mir schon irgendwie den boden unter den füßen weggezogen... damit war alles, was ich mir eingebildet hab, "real" und nicht mehr zu verdrängen. gleichzeitig hat es mich beruhigt, weil ich nicht schuld an der krankheit war (jedenfalls nicht so schuld, wie ich das angenommen hatte).

 

ich hab dann regelmäßig und gehorsam meine tabletten genommen und bewusst überlegt, wem ich davon erzähle. mit meinen eltern (mit denen ich damals schon ziemlich verkracht war) konnte ich nicht darüber reden, also hatte ich zwei, drei sehr gute freundinnen und meine große schwester, die darüber bescheid wussten.

 

mein abiball ging vorbei (und war okay), und ich hatte wieder zeit. zwei monate, bis meine ausbildung beginnen würde. zwei monate, in denen sich alles ändern musste, weil ich die ausbildung sonst niemals gepackt hätte. ich bin zu meiner schwester gefahren, habe dort etwa zwei wochen verbracht, weiterhin gehorsam meine tabletten gecshluckt und dann einen entschluss gefasst: wenn ich so weitermache, gehe ich kapputt und alles ist umsonst gewesen. also: durchhalten, das hier und jetzt genießen und endlich tun und lassen, was ich will. (der letzte punkt rührt vor allem daher, dass ich vorher fast alles so gemacht habe, wie meine eltern es für richtig hielten... und so das gefühl hatte, mein leben nicht selber "bestimmt" zu habe.)

 

jaja, so ein umschwung in der denkweise ist aber leider nicht alles und so musste ich mich sehr zusammenreißen, um das, was ich mir vorgenommen hatte, auch so durchzusetzen.

 

im august begann dann meine ausbildung als fremdsprachenkorrespondentin.

 

und ab da hat sich alles verändert, denke ich im nachhinein. ich habe mich sehr fröhlich gegeben und irgendwann war ich es auch. ich bin bei meinen klassenkameraden beliebt gewesen, war mit mir zufriedener als vorher, gut in der ausbildung und hatte sogar einen jungen kennengelernt, der sich für mich interessierte und mit mir zusammensein wollte.

 

aber wie es das leben so will, kann eben nicht alles glatt gehen. es hat sich für mich so im oktober abgezeichnet, dass die ausbildung, die ich jetzt mache, nicht das ist, was ich will. es war zu viel schule und ich bekam kein gehalt.. ich hatte keine praxis und würde noch zwei jahre zuhause wohnen müssen.. und so interessant die sprachen und alles auch sind, die "berufe", die danach in frage kämen, waren nichts für mich.

 

(natürlich hätte mir das vorher bewusst sein müssen, das weiß ich selber. aber zu der zeit, als die bewerbungszeit begann und ich mich um eine ausbildung kümmern musste, war ich mal wieder extrem depressiv und habe also das erstbeste genommen - das was ich kann: sprachen. und es war eine privatschule, es gab keinen bewerbungsprozess, was mir ganz recht kam. also hab ich das gemacht.)

 

ich hatte also zwei möglichkeiten: die sache weiter durchziehen und zwei jahre lang etwas machen, was ich nicht will (und vom schwierigkeitsgrad her war es auch keine einfache ausbildung...) und danach einen beruf haben, den ich nicht will. oder die sache abbrechen, mich neu orientieren und ein jahr verschwendet haben.

 

ich habe mich für letzteres entschieden. mein grundsatz ist, dass ich glücklich und zufrieden werden will - und wenn ich dafür ein jahr verschwenden muss, dann ist das so. das ist ärgerlich, aber letztendlich tue ich dann etwas, was mich glücklich macht. (und ich habe diese entscheidung auch bis jetzt nicht bereut.)

 

davon meinen eltern zu erzählen, war nicht einfach und es gab viel streit, aber die sache ist gegessen und wie gesagt: für mich war es die richtige entscheidung.

 

das ganze war im november. ich hatte also eine abgebrochene ausbildung und ganz viel zeit... was tun?

 

erstmal habe ich mir einen nebenjob gesucht, um etwas zu tun zu haben und ein bisschen geld zu verdienen. jetzt arbeite ich bei einem klamottenladen um die ecke als aushilfe.

 

währenddessen musste ich mir gedanken machen, was ich stattdessen für eine ausbildung machen will, und letztendlich fiel meine wahl auf zwei ausbildungsberufe: veranstaltungskauffrau und handelasssistentin. (ersteres hatte ich auch schon früher überlegt, aber wegen des ganzen depressionskram nicht weiter verfolgt. letzteres kam durch meinen nebenjob, der mir totalen spaß macht. und es ist mir egal, ob alle sagen, dass ich eine einzelhandels-ische werde. solange es mir spaß und mich zufrieden macht, ist alles in ordnung.)

 

november war dann der monat, in dem die größte veränderung stattfand: auf animexx (eine community für leute, die sich für anime und manga interessieren... ich mag sowas, seit ich klein bin) schrieb ich aus absoluter langeweile und genervtheit (unter anderem, weil besagter junge, der mit mir zusammensein wollte, doch nicht das wahre war) in die singlebörse. ich bin eigentlich absolut kein typ für sowas und hab immer gesagt, ich würde das nie machen. und es war wirklich eher aus spaß, chancen rechnete ich mir keine wirklichen aus.

 

und dann meldete sich doch tatsächlich jemand auf meine "anzeige". nein, eigentlich meldeten sich irgendwie vier oder so, aber dieser eine junge war der einzige, dem ich zurückschrieb. so entstand dann kontakt über animexx, dann über msn.

 

und ich stellte fest, dass dieser mensch mir dermaßen ähnlich war, dass es unglaublich war. ich erinnere mich an lange gespräche, die über stunden gingen, vor allem nachts... und es war (und ist) alles so surreal. da war jemand, der verstand mich und konnte alles nachvollziehen, wie ich denke, handele und mich verhalte. es war wirklich wie ein traum.

 

ich habe mich schon immer morgens darauf gefreut, abends wieder mit ihm zu schreiben, mit ihm zu lachen oder einfach nur zu sehen, dass er online ist.

 

meinen freundinnen habe ich von ihm erzählt, obwohl ich ihn kaum kannte und sich zu der zeit noch überhaupt nichts anbahnte.

 

jap.. ich war verliebt bis über beide ohren, und das, obwohl ich ihn nur von fotos und ein paar worten auf einem computer-bildschirm kannte. aber im nachhinein denke ich, habe ich mich verdammt bestätigt gefühlt. und das habe ich nach 19 jahren ohne bestätigung auch gebraucht. und dieser jemand, der mich so gut verstand und mochte, wie ich bin... ich habe einfach nicht geglaubt, was da passiert, und dass es so jemanden gibt. aber dann war es so und ich war völlig geplättet.

 

diese phase ging etwa drei wochen lang und wir beschlossen, uns zu treffen. an nikolaus kam er mich dann besuchen und blieb bis zum nächsten morgen (weil er nicht bei mir übernachten konnte, da meine eltern das nicht erlaubt haben, sind wir in eine disco gegangen und haben dort die zeit verbracht).

 

und es war großartig und unglaublich und noch immer wie ein traum. es hat sich nämlich rausgestellt, dass er noch viel wunderbarer ist, als ich hätte ahnen können, und ich hab mich gleich noch mehr in ihn verliebt. und zum glück ging es ihm genauso. wir sind gleich am ersten tag zusammengekommen. an nikolaus. (und das, obwohl ich absolut kein typ bin, der es da eilig hat - aber es hat einfach perfekt gepasst.)

 

ich kann trotzdem noch rational denken und handeln... und trotzdem habe ich eingewilligt, dass wir im sommer 2009 zusammenziehen. er wohnt 250km weit weg und wären wir nicht volljährig und würden geld verdienen, könnten wir uns wohl kaum sehen. so geht es aber jedes bzw. jedes zweite wochenende und es ist noch immer wunderbar.

 

ich wollte mich eigentlich nie so von der "liebe" leiten lassen, aber ich weiß, dass ich eigentlich ein sehr liebesbedürftiger und emotionaler mensch bin... und jetzt habe ich jemanden gefunden, der mir das gefühl gibt, dass ich in ordnung bin, so wie ich bin. und dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

 

silvester bahnte sich an und wir verbrachten es getrennt, er bei seinen freunden, ich mit einer freundin in düsseldorf bei der sensation white.

 

ich bekam ein wunderschönes weihnachtsgeschenk und pläne wurden für 2009 gemacht.

 

und das war mein jahr 2008. am silvesterabend bin ich für ein paar minuten in mich genagen und habe nachgedacht. das jahr begann katastrophal, hätte aber nicht schöner enden können. wegen diesem einen menschen, den ich liebe.

 

und ich habe nur noch einen vorsatz für 2009 gefasst. nichts von wegen "ich will beliebter werden", "ich will einen tollen freund", "ich will mehr geld". nur einen einzigen.

 

ich wünsche mir, dass ich weiterhin so zufrieden sein kann.

 

am 21. januar 2008 habe ich hier einen eintrag verfasst, der sehr persönlich ist (aber das ist fast der ganze blog, und um ehrlich zu sein wollte ich es auch nicht anders).

 

da habe ich von einem kartenleger gesprochen, gott oder herr, wie auch immer man ihn/es nennen mag. ich wollte ihm zeigen, dass ich gute karten und glück verdiene. und vielleicht habe ich es geschafft? zumindest hat er mir diesen wunderbaren mensch geschickt und dafür bin ich unendlich dankbar. und ich werde das alles nicht für selbstverständlich nehmen und jeden tag glücklich sein über das, was ich habe.

 

danke fürs lesen. ich weiß nicht, ob es noch grund gibt, das hier weiterzuführen. aber ich wollte nur mal sagen, dass alles okay ist. und im moment bin ich wirklich das, was ich mir mein leben lang gewünscht habe: zufrieden.

 

und eins geht noch an diesen besonderen menschen:

 

danke für alles. du hast mir so viel gegeben und ich bin so verdammt froh, dass ich dich habe.

 

ich liebe dich.

 

31.01.2009

 

 

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