Die DAF (Deutsch Amerikanische Freundschaft) sind wieder live unterwegs. Im Januar habe ich leider das Konzert in Berlin verpasst und schlage mich gerade mit dem Gedanken herum nach Wien zu fliegen.
Dort findet am 19. September das DAF-Konzert im Gasometer statt. Obwohl die Band schon vor meiner Zeit entstand (1978 in Wuppertal gegründet) – hat mich die Musik doch in meiner Jugend (nicht so lange her, wie sich das jetzt anhört) begleitet. „Ein bisschen Krieg“ und vor allem „Der Mussolini“ waren echte Hits, hatten ihren Platz in den Charts und sorgten für einigermaβen Wirbel! Und auch jetzt höre ich den „Mussolini“ wieder öfter auf der ein oder anderen Indie-Elektro-Party.
Dann habe ich auch gleich mal die Homepage der DAF gecheckt – aber die müsste ja dringend mal überarbeitet werden – dort werden „15 neue Lieder“ angesagt, die aber schon 2003 veröffentlicht wurden?! Und eine Liste mit den Tourdaten gibt es auch nicht. Aber nach einigem Rumstöbern habe ich bei Last.fm doch die Termine gefunden, also wer nicht unbedingt nach Wien möchte kann auch nach Bremen oder Dresden fahren.
Die Tickets im Gasometer kosten 25 Euro, am Samstag den 19.9. um 20 Uhr fängt das Konzert an!
In meinem letzten Eintrag hatte ich ja das Monolith-Festival in Colorado empfohlen – all diejenigen, denen das zu weit weg ist, sollten am gleichen Wochenende zumindest in das Vereinigte Königreich reisen. Dort wartet Mitte September das „BESTIVAL 2009“ mit einem grandiosen Line-up auf.
Wer also von der Festival-Saison noch nicht genug hat oder einfach noch nicht möchte, dass Sie zu Ende geht – für den ist ein Besuch auf der Isle of Wight quasi Pflicht!
Von Freitag, dem 11. bis Sonntag den 13. September kann man, wie der Name schon dezent andeutet, die Besten der Besten sehen. Das gesamte Line-up hätte hier keinen Platz gefunden (dazu könnt Ihr die Homepage des BESTIVAL checken), daher hier nur eine kleine Auswahl meiner Favoriten:
Kraftwerk / Elbow / MGMT / Fleet Foxes / Klaxons / Lily Allen / Soulwax / Friendly Fires / Florence and the Machine / Little Boots / Fujiya & Miyagi / Kitty Daisy & Lewis / Golden Silvers / Efterklang / La Roux / The Bloody Beetroots / The Horrors / Dirty Projectors / The Field / …
Das Festival findet im “Robin Hill Countyside Adventure Park” in der Nähe von Newport auf der Isle of Wight statt. Am besten kommt man von Deutschland aus mit dem Flieger dort hin. Von vielen deutschen Städten aus gibt es bereits billige Flüge nach Southampton, von wo aus man direkt mit der Fähre auf die Insel kommt. Sollte es von Eurer Stadt keinen Flieger geben, kann man auch günstig nach London oder Bristol fliegen und dann mit dem Zug oder einem Mietwagen weiterfahren.
Wenn Ihr allerdings mit dem eigenen Auto auch auf die Insel fahren wollt, müsst Ihr vorher einen Platz auf der Fähre reservieren. Bei dem Andrang kann es sonst im schlimmsten Fall passieren, dass Ihr ewig wartet! Eine Reservierung könnt Ihr bei verschiedenen Anbietern machen.
Mitte September findet in Colorado das Monolith Festival statt. Und wie auch schon in den Jahren zuvor ist das Line-Up mal wieder mindestens so spektakulär wie der Schauplatz.
Das Festival findet im „Red Rocks Amphitheatre” auch bekannt als DER Ort für Live-Musik auf der ganzen Welt. In der Nähe von Morrison gelegen, wurde das Amphitheater, so wie es heute ist, allein von Mutter Natur geschaffen und ist damit einzigartig in der ganzen Welt.
Jetzt liegt Colorado nicht gerade um die Ecke, wo man mal so ein Wochenende hinfährt. Aber alle die schon in der Nähe sind, sollten sich das nicht entgehen lassen. Für alle anderen gibt es einige billige Flüge nach Denverund bei dem schlechten Dollarkurs wird es noch mal günstiger für uns Europäer!
Denver ist dann circa eine halbe Stunde von Morrison entfernt. Es empfiehlt sich dann ein Auto zu leihen, denn damit kommt man am einfachsten und bequemsten zu dem Gelände. Am besten man reserviert den Mietwagen schon vorher, dann muss man sich nicht vor Ort darum kümmern.
Das Festival findet am Samstag und am Sonntag statt. Wenn ich hingehen würde, könnte ich mich allerdings nicht für einen Tag entscheiden und würde mir das Wochenendticket für 100 Dollar kaufen. Tagestickets kosten diesmal 60 Dollar, was ja gerade nur um die 40 Euro sind – was ja fast nix ist, wenn man MARS VOLTA, die DANDY WARHOLS und HEALTH and einem Abend sehen kann.
Noch etwas müde und zermatscht – aber wie versprochen – hier nun mein kurzer Festivalbericht vom Sziget in Budapest!
Ich war zwar leider nicht die ganze Festivalwoche da, sondern nur ein Wochenende lang – aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das ist echt das verrückteste Festival, was ich kenne. Wo kann man sonst direkt neben einer Bühne zelten? Das ist, glaube ich, ziemlich einzigartig auf der Welt und sorgt immer für eine ganz besondere Atmosphäre.
Am Freitag sind wir mit dem Flieger nach Budapest geflogen – das war am billigsten und ging am schnellsten. Nach der Ankunft, kurz ins Hostel, duschen und dann gings auch schon los. Das Festival hatte am Mittwoch offiziell begonnen, das Gelände war allerdings schon ab Montag für Besucher geöffnet (Tag -1) - und am Dienstag (Tag 0) gab es erste Konzerte und Programme.
Dementsprechend sah (und roch) auch das Gelände am Freitag aus … und die Leute auch! Obwohl wir schon am Nachmittag da waren (wo normalerweise alle noch schlafen oder duschen etc.), waren bereits eine Menge Leute unterwegs. Ich hab noch keine bestimmten Besucherzahlen für dieses Jahr gefunden, aber es war proppenvoll. Dabei kam es mir so vor, als wären gar nicht so viele Ungarn dort, sondern eher internationales Publikum. Aus den Niederlanden kam sogar ein Sonderzug mit 1800 holländischen Festivalbewohnern angereist!
Am Freitag mussten wir uns erst einmal orientieren und sind ziemlich viel herumgelaufen. Es gibt dort wirklich so viele Bands und Acts zu sehen – da ist erstens für jeden was dabei und zweitens man hat immer etwas zu tun! Mein Highlight an dem Tag waren auf jeden Fall Primal Scream – die hatte ich vorher noch nie live gesehen hatte (!!!) und jetzt echt hin und weg war. Danach ein bisschen Live-Jazz und dann ab in Elektro-Zelt, aus dem wir für den Abend auch nicht mehr raus sind!
The Notwist
Samstag war es erstmal ziemlich heiβ. Am Vormittag haben wir uns ein paar Sachen in Budapest angeschaut und dort Mittag gegessen (das Essen beim Sziget ist zwar nicht schlecht, aber typisch Festival halt). Aber das wars auch schon mit der Besichtigung und das Festival hat wieder gerufen.
Zuerst haben um 3 die Subways auf der Hauptbühne gespielt – das Konzert fand ich sehr mittelmäβig. Dazu muss man aber vielleicht sagen, dass beim ganzen Festival ein Lautstärkepegel eingehalten werden muss – das führt natürlich dazu, dass manche Konzerte nicht so gut rüberkommen. Danach waren nämlich die Editors dran, die ich schon 2 Mal gesehen hatte und echt toll fand. Aber hier ist irgendwie der Funke nicht übergesprungen und die Lieder wirkten etwas gleichförmig und die Performance unpassend. Auf die Klaxons hatten wir uns eigentlich auch gefreut, aber die waren live echt nicht gut. Darum sind wir dann zu Woven Hand zu einer anderen Bühne, was echt um Welten besser war. Aber der Höhepunkt waren dann The Notwist. Nicht aus irgendwelchen patriotischen Gründen, sondern weil da einfach alles gestimmt hat – die Musik, die Atmosphäre, das Publikum – einfach alles!
Ich glaube, das Sziget ist echt nur was für hartgesottene Festivalfans. Man kann dort auf jeden Fall eine Menge sehen und erleben – allerdings muss man auch mit den Festival-Nebeneffekten umgehen können…
Ein Wochenende war für mich genau der richtige Zeitraum – nicht zu kurz um nicht in Stimmung zu kommen und nicht zu lange um eine Festival-Überdosis zu kriegen!
Diese Woche ist es wieder soweit. Am Mittwoch startet das inzwischen legendäre SZIGET-Festival in Budapest! Eine Woche lang wird hier auf einer Insel (ungarisch: Sziget), mitten in der Donau und ganz in der Nähe des Budapester Zentrums der Live-Musik gefrönt.
Das Line-Up in diesem Jahr haut mich persönlich zwar nicht unbedingt vom Hocker, aber es ist auf jeden Fall solide. Und für viele Besucher ist die Musik tatsächlich zweitrangig.
SZIGET-Hauptbühne am Nachmittag
Zum ersten Mal war ich 2002 beim Sziget. Damals das volle Programm: 7 Tage lang Zelten auf dem Festivalgelände. Zu der Zeit gab es noch keine Billigflieger und auβerdem waren wir ja abenteuerlustig – also sind wir mit dem Auto 10 Stunden von Berlin nach Budapest gefahren, was eigentlich auch OK war. Aber dann die Ankunft in Budapest: Es herrschten echt tropische Temperaturen und beim Anblick der Menschenmassen ist mir auch ein wenig die Lust vergangen – von Freunden wurde mir das Festival quasi als Geheimtipp empfohlen…naja.
Doch dann war das Zelt aufgestellt, die erste Dusche vollbracht und das erste Bier geöffnet – und dann fing der Spaβ an. Und Spaβ gab es wirklich für jeden, rund um die Uhr. Tagsüber konnte man sich diverse Theaterstücke ansehen, Töpfern oder einfach den Rausch ausschlafen. Mit den Konzerten ging es dann schon am Nachmittag los – es gibt so viele Bühnen und Zelte, dass man leicht mal die Orientierung verliert. So bin ich dann auch eines Abends zufällig mitten in ein Iggy-Pop-Konzert gestolpert – was dann zu einem meiner Highlights wurde.
IGGY POP. Sziget 2006.
Insgesamt war das ein Riesenspaβ aber auch sehr anstrengend. 7 Tage bei brütender Hitze quasi neben den Bühnenboxen zu schlafen hat zwar seinen Reiz, aber so was macht man auch nur einmal mit. Auβerdem hatten wir fast gar nichts von Budapest gesehen, was wir dann aber bei späteren Besuchen nachgeholt haben.
Ich fliege am Freitag nach Budapest und bleibe bis Sonntag beim Festival – diesmal aber ohne Zelt. Das ist mir doch zu viel Stress und es gibt viele günstige Unterkünfte in Budapest, Hotels und Hostels. Da hab ich meine eigene Dusche und ein richtiges Bett.
Konzerte und DJ’s gibt es ja wieder recht viele. Ich werde mich wohl ein wenig von der Stimmung treiben lassen. Aber ich schaue mir auf jeden Fall an:
Freitag: JET, Primal Scream (Juhuuu) und auf die alten Zeiten Mr. Grooverider
Samstag: Editors, Klaxons und Woven Hand (aaah – parallel zu Klaxons)
Das gesamte Line-Up findet Ihr auf der Homepage des Sziget (gibt es auch auf Deutsch) zusammen mit allen anderen Infos.
Ich wollte ja hier gern von den Konzerten und Festivals berichten, zu denen ich hinfahre. Da ich aber leider ja nicht überall sein kann, soll es hier auch ein paar Tipps von meiner Seite geben – also Konzerte und Festivals, zu denen ich definitiv hingehen würde, wenn es irgendwie geht.
Vom 18. bis 20. September findet zum ersten Mal das No Fun Fest in Schweden statt. Das legendäre Festival für alle Noise Musik Fans kommt eigentlich aus Brooklyn und rückt nun für alle Europäer in greifbare Nähe. Ich selbst kann leider trotzdem nicht dabei sein (Arbeit ruft), aber Freunde von mir gehen auf jeden Fall hin und berichten mir dann – und ich dann Euch – Stille Post quasi!
Randy H.Y. YAU No Fun Fest 2008
Der Name ist dabei (nicht, oder doch?!) Programm. Bisher bestätigt wurden Bands und Acts wie:
Wolf Eyes / Skull Defekts / No Fun Acid(Carlos Giffoni) / Ectoplasm Girls / Burning StarCore / Emeralds / Sons of God / Dead Machines / Astral Social Club / Regression / Sten Ove Toft / Family Battle Snake / Prurient / CM Von Hausswolf / Dror Feiler / Religious Knives / Oneohtrix Point Never / Sewer Election / Family Underground / Hair Police / Enema Syringe / Hivemind / Testicle Hazard / Putrefier / Dylan Nyoukis / Noveller/ Sudio SS
Am Donnerstag, den 17. September findet die Eröffnungsparty an Hornstulls Strand statt. Das Festival findet Ihr dann im Fylkingen (Torkel Knutssonsgatan 2, Stockholm).
In der letzten Woche hat der Vorverkauf begonnen. Festivalpässe für alle 3 Tage bekommt man für 75 Euro, das ist schon nicht ohne - man kann sich aber auch nur Tagestickets kaufen. Das Programm für jeden Tag findet man auf der Homepage des No Fun Fest Sweden.
Wer also auch gern dabei sein möchte, kommt von Deutschland aus am schnellsten mit dem Flieger nach Stockholm. Mit Bahn und Bus geht es auch, das würde ich aber für einen Wochenendtrip nicht empfehlen - die Fahrt dauert echt ewig. Wenn man allerdings sowieso länger in Stockholm bleiben möchte lohnt sich das vielleicht.
4 Tage Stockholm – 4 Tage Noise – was will man mehr?! (Bericht folgt!)