| Gesetz der Keuschheit |
Ein gerader PfeilDie TET-Offensive hatte in Vietnam gerade ihren Höhepunkt erreicht, als ich nach Korea versetzt wurde, um Chef des medizinischen Personals der amerikanischen Armee und der UNO-Truppen zu werden. Ich arbeitete erst einen Monat auf diesem neuen Posten, als ein junger Krankenpfleger zu derselben Kommandantur versetzt wurde. Er war nicht älter als die meisten Soldaten, mit denen ich täglich zu tun hatte.Ich war äußerst überrascht, als er eines Tages allein zu mir kam und sagte: ,,Colonel, soweit ich feststellen kann, gibt es in der gesamten Kommandantur nur sechs gerade Pfeile (so bezeichneten die Soldaten einen Mann. der sich während des Militärdienstes seine Keuschheit bewahrte). Von diesen sechs bewundere ich Sie am meisten. Ich möchte unbedingt rein zu meiner Frau und meiner Familie zurückkehren, aber ich fürchte. ich habe nicht den nötigen Mut und die nötige Sündhaftigkeit dazu. Werden Sie ein gerader Pfeil bleiben? Wie schaffen Sie das?'' Ich war etwas vor den Kopf gestoßen, weil diese Frage so abrupt an mich gerichtet wurde, doch wußte ich darauf die richtige Antwort. Ich hatte vor derselben Entscheidung gestanden und die Antwort schon lange vor der Versetzung in den Fernen Osten gefunden. Ich sagte ihm, ich würde in Korea und immer danach ein gerader Pfeil bleiben. Ich erklärte ihm, ich wüßte nicht, wie stark ich sei, weil ich mich gar nie in eine Situation begab, in der ich versucht werden konnte. Auch sagte ich ihm, daß ich mein Gewissen nicht mit Alkohol betäubte. Dann gab ich mein Zeugnis in Hinblick auf Aktivitäten und Veranstaltungen der Kirche. die ich in meinen dienstfreien Stunden besuchte, um mich sinnvoll zu beschäftigen. Im Lauf unseres Gesprächs wurde mir klar, daß dieser junge Mann seine Frau sehr liebte. Ich sagte ihm. daß es bestimmt in seinem nächsten Brief an seine Frau zum Ausdruck kommen würde, wenn er seine Tugend verlor, und daß er so eine Mauer zwischen sich und ihr aufrichten würde, Er pflichtete dem bei, und es war uns beiden bewußt, daß wir dies im Leben unserer unkeuschen Freunde oftmals mitangesehen hatten. Dann schlossen wir ein Bündnis. Er versprach, so lange tugendhaft zu bleiben, so lange ich es blieb. Wir versuchten, andere in unser Bündnis einzuschließen, doch es wollte keiner mitmachen. Ungefahr zwei Monate später kam mein Freund wieder zu mir ins, Büro. ,,In unserer Truppe sind nur noch vier gerade Pfeile übrig", sagte er. Kurz darauf kam er wieder, um mir zu sagen, daß es nur noch drei waren. Als ich nur mich vier Monate vor der Abreise aus Korea stand, kam er eines Tages herein und sagte: „Jetzt sind es nur noch Sie und ich." Ich fragte ihn, ob er durchhalten würde. „Ganz bestimmt", gab er zur Antwort. Als ich in die USA zurückkehrte, blieb meinem Freund noch ein Monat, bevor er zu seiner Frau zurückkehren konnte. Wir hatten oft über das Evangelium gesprochen, und unsere Freundschaft war sehr eng. Wir weinten beide beim Abschied- Er versicherte mir, daß er während seines letzten Monat nichts tun würde, was seine Freude gefährden könnte, an der er bis jetzt gearbeitet hatte, denn nun stand er so kurz vor dem Ziel. Obgleich dieser junge Mann nicht der Kirche angehörte, begriff er einige wichtige Lehren des Lebens. Er wußte, daß man sich ein Ziel setzen muß, wenn man es erreichen möchte. Es war nicht leicht, rein nach Hause zurückzukehren, doch er war bereit, die Anstrengung auf sich zu nehmen. Er war auch demütig genug, jemand anders von seinem Ziel zu erzählen, damit er jemanden hatte, der ihn in einem schwachen Augenblick stärken konnte. Der Erretter möchte mit den Menschen, die er lieht, eine ähnliche Beziehung herstellen. Er möchte. daß wir uns hohe Ziele setzen, die sich auf seine Gebote gründen. Wir können mit ihm zusammenarbeiten, indem wir im voraus planen, was wir erreichen wollen. und unsere Pläne regelmäßig mit ihm im Gebet besprechen. Viele der Soldaten in unserer Gruppe hatten den Wunsch, gerade Pfeile zu bleiben. Jener junge Mann und ich waren jedoch die einzigen, die es schafften — und das hatte seinen Grund, Die anderen gaben in einem schwachen Augenblick nach. Wir erreichten unser Ziel, indem wir unseren Schlachtplan schon von vornherein ausstreckten. Wenn die Versuchung bereits da ist, ist es für die Entscheidung zu spät. Wir müssen schon vorher den Entschluß fassen, daß wir unsere Ideale keinem Kompromiß zum Opfer fallen lassen. Wenn wir dann versucht werden, brauchen wir uns nur zu fragen: „Ist dies ein Kompromiß?“ Wenn es einer ist. ist die Entscheidung bereits gefallen. Archie M Brugger
_________________________________________________________________________________ 01:15 - 16.09.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar
|
Beschreibung Hier poste ich Artikel aus alten Kirchenzeitschriften zum Thema Keuschheit Startseite Profil Archiv
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonwiki FairWiki FAIR Jesus mehr zum Buch Mormon Bekehrungsgeschichten besondere Erlebnisse HLTs in aller Welt Berichte der Pioniere Abenteuer der Mormonen Geschichte der Mormonen Propheten Offenbarungen Der Geist des Elija Genealogie Tempel und Tempelarbeit Missionsarbeit Die Gebote Gedenke des Sabbats Gesetz der Keuschheit der Zehnte Wort der Weisheit Fasten Israel Kontroversen Recent Entries Letzte Einträge - Richtige Entscheidungen treffen - Ein gerader Pfeil - Keuschheit - Quelle wahrer Männlichkeit - Bitte, gebt nicht nach! - Haltet euch fest - Psychologische Argumente für die Keuschheit - An der Spitze - Sittlich gesinnt sein - Unbenannt - Das strenge doch köstliche Gebot - Der Feind im Rinnstein |