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Die Frau aus der Selbsthilfegruppe, die sich selbstständig gemacht hat, will mir bei meiner Entscheidung helfen. Ich habe die Befürchtung, dass ich mich überfordere, wenn ich gleich wieder in Vollzeit in einem Unternehmen arbeite. Ich bin wahrscheinlich noch nicht so weit. Dennoch möchte ich wieder etwas Sinnvolles tun und Geld verdienen. Ich habe schon vor meiner Depression über eine Selbstständigkeit nachgedacht und nun scheint der richtige Zeitpunkt zu sein. Die Frau aus der Gruppe hat mir eine Liste mitgebracht mit Punkten, die ich abarbeiten sollte. Es geht dabei um die Künstlersozialkasse und darum, dass man ein Logo und Briefpapier braucht. Außerdem muss man sich noch mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen. Ein anderer Punkt auf der Liste ist die SEO Beratung. Ich weiß gar nicht, was SEO Beratung ist. Ich wollte die Frau eigentlich noch nach der SEO Beratung fragen, aber sie musste dann dringend weg. Vielleicht finde ich auch selbst noch raus, was SEO Beratung ist. Dieser Punkt scheint jedoch freiwillig zu sein. Die Frau würde lediglich empfehlen, eine SEO Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Sache mit dem Arbeitsamt ist jedoch Pflicht. Das klingt nach viel bürokratischem Aufwand. Das finde ich ziemlich abschreckend.
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Ich habe mich vor Kurzem einer Selbsthilfegruppe angeschlossen. Das tut mir sehr gut. Einige Freunde von mir sind zwar sehr verständnisvoll, aber so wirklich nachvollziehen können sie meine Situation natürlich nicht. Ganz anders ist das in der Selbsthilfegruppe. Die Leute dort haben alle dasselbe erlebt und man kann sich auch über seine Ängste und Sorgen austauschen. In der Gruppe sind auch Leute, die gerade damit anfangen, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen. Ich kann diesen Leuten sicher auch eine Stütze sein. Eine Frau aus der Gruppe hat sich selbstständig gemacht, darüber denke ich auch gerade nach.
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Die Therapie hat mir wirklich geholfen. Zu Beginn war es schwierig für mich, mich dazu durchzuringen und einzusehen, dass ich krank bin und nicht mehr arbeiten kann. Vor allem war es schwierig, das auch vor anderen Leuten zuzugeben. Ich war immer eine sehr starke Frau, die beruflich großen Erfolg hatte und nun musste ich mir und anderen eingestehen, dass ich mir jahrelang zu viel zugemutet hatte. Das war hart, aber es war der Anfang eines neuen Lebens. Einige Freunde habe ich durch diese Krankheit verloren und einige Freundschaften wurden intensiver. Ich habe also rundum aufgeräumt in meinem Leben. Wer auch in einer solchen Zeit zu einem steht, der ist ein wahrer Freund. Ich habe ja damals einige Treffen nicht einmal abgesagt, sondern habe die Leute warten lassen. Einige sogenannte Freunde konnten nicht ausreichend Geduld für mich aufbringen. So sind diese Freundschaften dann zerbrochen.
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Ich war die letzten 14 Monate krankgeschrieben. Das war eine sehr harte Zeit, vielleicht die härteste meines Lebens. Das kam so: ich habe irgendwann vor etwa zwei Jahren starke Depressionen bekommen. In den ersten Monaten konnte ich noch arbeiten gehen und irgendwann habe ich es dann nicht mehr geschafft. Ich lag morgens immer bis zur letzten Minute im Bett und konnte einfach nicht aufstehen. Immer öfter bin ich dann nicht arbeiten gegangen und konnte erst nach einigen Stunden anrufen und mich krankmelden. Das kann sich wirklich keiner vorstellen. Ich habe es einfach nicht geschafft, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und die Nummer zu wählen. Ich war teilweise wie gelähmt. Mein Chef hat das natürlich nicht gerne gesehen und mich irgendwann darauf angesprochen. Da wusste ich dann, dass ich handeln muss und bin zum Arzt gegangen. Der hat mich dann an den Psychologen verwiesen.
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