scrittores notizen

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Episode 4

Posted on 4.03.2007 at 03:56 - 0 Kommentare - Link

 

 

Episode 4

 

Er schlich sich mühsam nach Hause. Die enge Hose scheuerte überm Hintern. Er hatte sich einen ganz schönen Sonnenbrand am Arsch eingefangen.

Eva grinste, als sie ihn sah.

?Ach komm rein mein lieber Invalide, dein Weib pflegt dich gleich aufopferungsvoll. Mein Liebster hat sich wohl den Arsch versengt. Komm auf die Terrasse, leg dich auf deinen Bauch, dann creme ich dich ein.?

Er verzog das Gesicht, als die Hose beim ausziehen seinen Hintern berührte. Dann streifte er mit spitzen Fingern seinen String ab und warf ihn auf die Hose. Mit einem Seufzer legte er sich bäuchlings auf die sonnengewärmten Terrakottafliesen.

?Sei bloß vorsichtig, mein Hintern fühlt sich an, als ob er gegrillt wurde.?

?Du schaust am Arsch aus, wie ein Pavian. Der ist ja feuerrot, warte ich reibe dich mit einer Wundsalbe ein. Ich bin auch ganz vorsichtig.?

?Das hat heute schon jemand gesagt.? Grummelte er.

Sie lachte ?Ich weiß, Emma war schon da. Selber schuld, wenn du deinen String in der Öffentlichkeit anziehst, das war dir wohl ziemlich peinlich. Für Emma natürlich das gefundene Fressen. Du sollst den String doch hier im Garten anziehen, als Augenweide für mich. Du weißt schon, damit ich die Fortschritte verfolgen kann.? Sie lachte schallend.

?Ach nicht schon wieder deine lüsternen Fantasien über meinen Arsch. Der tut höllisch weh.?

?Selber schuld, keiner hat gesagt, das du dich im Selbstversuch grillen sollst. Lass mir doch den Spaß. Ich weiß auch nicht, warum ich solche Fantasien  entwickele. Vielleicht bin ich in einem früheren Leben mal eine Kannibalin gewesen. Du hast nun mal einen geilen Arsch.?

?Was sind denn das für Fingerspuren auf deiner Backe. Ach ja, Emma hat erzählt, das sie nicht widerstehen konnte und dich ein wenig gezwickt hat.?

?Von wegen gezwickt, die hat ihre Finger mit vollem Einsatz ins Fleisch gekrallt. Und dann fing sie wieder davon an, das du mich mästest. Sie wollte meinen Arsch zu Steaks verarbeiten und grillen. Die Frau ist irre. Womit reibst du mich eigentlich ein??

?Eine Marinade aus Kräuterbutter, Olivenöl, Rosmarin, Thymian, Oregano, Knoblauch natürlich ...macht das Fleisch schön zart.

Ach Quatsch Panthenolsalbe, eine Wundheilsalbe. Die kühlt und heilt.?

?Du kannst es nicht lassen, was? Was hat Emma da eigentlich gesummt? Warte, warte noch ein Weilchen.... oder so ähnlich??

Sie lachte wieder schallend.

?Das Lied von Haarmann. Mit dem Hackebeilchen? Der hat vor etwa achtzig Jahren in Hannover Jungs angelockt, sie dann geschlachtet und verwurstet. Das Fleisch hat er dann an seiner Würstchenbude verkauft. Ganz schön makaber, scheint geschmeckt zu haben, keiner hat sich beschwert. Die Leute haben  dann das Lied darüber gemacht und gesungen, so eine Art Galgenhumor.?

?Ich glaube ich gehe heute abend bald schlafen, vom Nichtstun kann man auch müde werden.?

?Schlaf einfach jetzt, leg dich dahinten auf die Liege. Denn  Platz hier brauche ich um den Grill aufzubauen. Ich bereite alles vor und weck dich dann, bevor Emma kommt, damit du dir was anziehen kannst.?

?Sag bloß du hast diese Verrückte eingeladen. Dann geht es den ganzen Abend um das gleiche Thema. Sie steckt dich mit ihrer perversen Fantasie bestimmt gleich wieder an. Weißt du, was sie vorhin noch gesagt hat? Sie hat behauptet, das sie eine Hexe wäre, und das man als Vegetarierin eigentlich Menschenfleisch essen dürfte.? Rief er empört.

?Tja mein Liebster, wenn das so ist, muss ich einfach etwas mehr auf dich aufpassen. Aber heute abend passiert dir nichts, ich bin doch auch noch da.?

Sie schüttelte den Kopf und ging lachend ins Haus. Er nickte ein.

?Ich bin eher gekommen, damit ich dir noch bei den Vorbereitungen helfen kann.?

Er erschrak und hob den Kopf, als er plötzlich Emmas lautes Organ neben sich hörte.

?Was machst denn du hier. Ich dachte, Eva hat deine leckeren fetten Arschbacken schon längst zu saftigen Steaks verarbeitet. Dann gibt?s wohl nichts gescheites zu essen??

Eva rannte heraus ?Ach Liebster, das tut mir leid. Emma du bist viel zu früh gekommen. Jetzt komm rein Emma, damit Peter sich anziehen kann. Und halt dich ein wenig zurück, du weißt schon.?

?Ich dachte, ich helfe dir beim schlachten.? Kicherte sie und ging dann mit ins Haus.

Er sprang auf und huschte vorsichtig ins Haus. Er ging die Treppe rauf zum duschen.

Dann stellte er sich auf die Waage, knapp über neunzig Kilo zeigte das Display, schon wieder zwei Kilo mehr in vier Tagen.

?Eva mästet mich wirklich. Wenn das so weiter geht, lass ich mich freiwillig schlachten.? Murmelte er und musterte sich dann im Spiegel. Mit spitzen Fingern zupfte er eine Hautfalte an seiner Hinterbacke und formte sie zu einer dicken Speckrolle. Angewidert wandte er sich dann ab und zog sich T-Shirt und eine kurze Hose an.

Die beiden Frauen standen in der Küche, schnitten das Fleisch und bereiteten Soßen und Salate vor.

Emma grinste ihn an

?Leider müssen die Gäste mit schnödem Schweinefleisch vorlieb nehmen. Ich habe mit Engelszungen auf Eva eingeredet, aber sie war nicht bereit heute schon deinen Arsch zu opfern. Auch nicht als ich sagte, das ich für ein saftiges Steak aus deiner Hinterbacke für heute dem Vegetarierdasein abgeschworen hätte. Na macht nichts, dann muss ich eben bis Weihnachten auf diesen Genuss warten.?

Eva schüttelte grinsend den Kopf, während  er aufgebraucht zu Emma sagte ?Du bist ein total verrücktes Weib. Du wärst die Idealbesetzung für die Hexe in Hänsel und Gretel.?

Sie lachte schallend ?Da hast du recht, ich wäre nur nicht so senil wie die Alte mit ihrem Stöckchen. Ich hätte Hänsel mal kurz in den Wanst, oder in den Arsch gekniffen, dann hätte ich gewusst, das er fett genug ist.?

Er schüttelte den Kopf und wandte sich um.

?Bleib mal stehen, bei dir sehe ich sogar durch den Stoff, das du ausreichend gemästet bist. Noch sicherer war ich mir aber vorhin, da habe ich ja deine Arschbacken aus nächster Nähe in ihrer vollen Pracht gesehen. Das wären leckere Steaks geworden, da könnten diese hier nicht entfernt mithalten.? Sie deutete auf das Fleisch auf dem Tisch.

?Nun hör endlich auf Emma, gleich kommen Tante Alma und Tante Pauline, da will ich so was nicht hören.?

?Peter hol schon mal die Getränke aus dem Keller und du Emma hältst einfach für die nächsten Stunden deine Klappe.

Der Vollmond schien, die Steaks und das andere Fleisch gingen zur Neige. Peter lief noch einmal in den Keller um Getränke zu holen.

Als er zurückkam, tippte ihn seine alte Tante, die neben ihm saß an. Sie bohrte ihm ihren dünnen Finger in den Bauch und meinte mit ihrer krächzenden lauten Stimme.

?Du hast zugelegt mein Junge, ich habe dir eben hinterher gesehen. Du bist etwas füllig um die Hüften geworden, hast einen strammen Arsch in der Hose. Füttert dich deine Frau zu gut??

Eva und Emma schauten sich an und prusteten los.

Tante Alma schaute sich um ?Habe ich was Falsches gesagt? Was habt ihr denn nur??

?Ach nichts Tante Alma. Willkommen im Klub. Eva mästet mich nur, Weihnachten wollen Sie und Emma mich schlachten. Mein Arsch kommt statt einer fetten Weihnachtsgans auf den Grill. Du bist herzlich eingeladen. Es ist ja genug dran.? Brummte Peter.

Alma schaute mit großen Augen in die Runde, dann schaute sie ihn wieder an und meinte dann mit einem Kichern  ?Da komme ich doch herzlich gerne Eva, mäste ihn ruhig noch ein wenig. Speck auf den Hüften macht den Schinken nur saftiger. Ich pfeife auf meine Cholesterinwerte. Aber du solltest den einen Schinken räuchern, der andere reicht locker für uns alle. Ich wollte schon immer mal wissen... Pauline du kommst natürlich auch mit.?

?Was hast du gesagt Alma? Rede doch ein wenig lauter.?

?Ich habe gesagt, du bist auch zum Weihnachtsessen eingeladen. Peter wird geschlachtet, es gibt leckeren, fetten Schinken. Der ist bestimmt schön zart, dann kannst du ihn auch gut beißen.?

Eva und Emma hielten sich die Bäuche vor lachen, nur Peter schaute etwas mürrisch.

?Wer wird geschlachtet?? Rief Pauline und schaute in die Runde.

?Ach Pauline, Peter hat einen Scherz gemacht, nur einen Witz.? Rief Eva.

Alma stieß Emma in die Seite und meinte mit verschwörerischen Grinsen.

?Das ist jammerschade, ich fand die Idee gut. Schade um das leckere Fleisch, eigentlich wäre er bis zu den Feiertagen fett genug? Sie tätschelte Peter die Hüfte.

 

Er rieb sich die Augen und stöhnte, alle hatten sich verabschiedet und waren gegangen.

?Heute habt ihr mich wirklich geschafft. Tante Alma ist ja genauso verrückt wie ihr. Was habt ihr noch miteinander geflüstert??

?Willst du noch ein Bier Liebster?? Sie kicherte und fuhr dann fort ?Alma hat wirklich begeistert geklungen. Sie schlug vor, Weihnachten bei ihr auf der Tenne zu feiern, da wäre doch viel Platz. Emma soll auch kommen. Da könnten wir grillen. Ach und sie hat mir noch verraten, wie ich dich am besten mit Kalorien versorge, viele Kartoffeln, viel Müsli und reichlich Bier. Und du solltest Rad fahren, da setzen die Schenkel und der Hintern schnell Muskelfleisch an, und du wirst nicht zu fett.?

?Ich fasse es nicht. Emma war sicher hellauf begeistert von Alma ? seufzte er. Dann nahm er einen Schluck Bier und schaute sie vorwurfsvoll an. ?Und von dir werde ich zur Feier des Tages aufgefordert noch ein Bier zu trinken.?

 

Sie lachte ?Alma hat mir noch aufgetragen, ich solle dir bei jeder Gelegenheit die Arschbacken massieren, dadurch würde das Fleisch zarter. Das hat sie ja wohl mit ihren Schweinen genauso gemacht. Da weißt du ja, was dir gleich blüht.?

 

?Und was machen wir morgen, einen Waldspaziergang?? Er lachte.

?Ich dachte, wir machen eine Radtour, nehmen was zu essen und trinken mit, und machen irgendwo unterwegs Picknick. Komm mit, dann kann ich den Kartoffelsalat schon mal vorbereiten.?

?Rad fahren, Kartoffelsalat, ich sehe, du beherzigst Almas Vorschläge schon sehr schnell.?

Sie schaute ihn fragend an, dann lachte sie schallend. ?Ach tatsächlich, das war jetzt aber keine Absicht. Geh schon mal nach oben zum duschen, ich komme in einer viertel Stunde nach. Dann werde ich deinen Arsch nach allen Regeln der erotischen Kunst massieren. Und wenn?s hilft das Fleisch zarter zu machen.? Sie kicherte und tätschelte seinen Hintern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Episode 3

Posted on 4.03.2007 at 03:02 - 0 Kommentare - Link

Episode 3

 

Sie hatte ihm einen winzigen schwarzen Stringtanga gekauft. Er hatte erst gezögert, sich lange im Spiegel betrachtet, bis er den Mut gefasst hatte, das winzige Teil zum Strand mitzunehmen. Er wand sich unter der Decke aus Jeans und Slip und streifte sich den String über. Dann zupfte er den Stoff zurecht und nachdem er seine Decke ziemlich am Rande ausgebreitet hatte, legte er sich hin, zuerst auf den Rücken und dann als er Mut gefasst hatte, rollte er sich auf den Bauch. Die Schnüre hatten sich in seinen Hüftspeck gegraben und kniffen ein  wenig zwischen seinen Hinterbacken. Er stützte sich auf die Ellenbogen und las in einem Krimi. Sie wollte später hinzukommen. Die heiße Sonne ließ den Schweiß seinen Rücken hinunterrinnen. Er legte sich ein Handtuch über den Kopf und döste ein. Plötzlich spürte er einen Schatten über sich gleiten. Zwei langbeinige junge Frauen in winzigen Bikinis stolzierten an ihm vorbei und musterten ihn aufmerksam, dann ließen sie sich schräg hinter ihm nieder. Er spürte, das sie über ihn tuschelten, manchmal kicherten.

Plötzlich baute sich ein Schatten direkt vor ihm auf.

?Dein Arsch ist feuerrot, wie bei einem Pavian.? Das war unverkennbar Emmas laute, rauchige Stimme. ?Wenn du so weiter machst, ist dein Schinken bald gut durchgebraten. Eva hat dich vorzüglich gemästet. Da würde ich heute abend zum Barbecue doch ein paar saftige, fette Steaks oder Grillschinken empfehlen. Schade nur, das ich Vegetarierin bin, aber beim schlachten würde ich Eva helfen.?

Er war in einer peinlichen Lage, aufstehen traute er sich nicht, er wollte um keinen Preis seinen nackten Hintern den jungen Frauen zuwenden. ?Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Emma auch zu dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen macht sie Hackefleisch aus dir? summte Emma. Dann beugte sie sich nieder und krallte mit ihrer Hand eine ordentliche Portion Fleisch seiner Hinterbacke und summte weiter ?...und aus dem Arsch da macht sie Speck.? Er hörte, wie die Mädels hinter ihm losprusteten.

?He ihr zwei!? rief sie zu den jungen Frauen herüber ?.. wenn ihr ihm weiter so gierig auf seinen Arsch starrt, zahlt ihr fürs gucken! Bringt ein paar Flaschen Rotwein mit, dann seid ihr zum Grillen eingeladen.?

?Soll ich dir deine Wehwehchen einölen, oder meinst du Eva würde mich lynchen, hihi??

?Untersteh dich!? murmelte er. ?Du bist doch Vegetarierin, Fleisch sollte dir ein Gräuel sein. Nachher fällst du noch vom Glauben ab. Ich dreh mich lieber auf den Rücken.?

?Du weißt doch, das ich eine Hexe bin. Ich überlege gerade, ob eine Vegetarierin eigentlich Menschenfleisch essen darf. Ich könnte mir deinen prallen Knusperarsch noch ein Weilchen anschauen. Warum gehst du nicht zum abkühlen ins Wasser? Oder traust du dich nicht mit deinem nackten Arsch durch die Weiber. Vielleicht fallen die über dich her, und vernaschen dich, hihi.?

 

 

 


Kommentare

Posted on 29.12.2006 at 11:05 - 0 Kommentare - Link

Hi community,

 

da hier einige geistesgestörte Dumpfbacken ihr Unwesen treiben, habe ich die Kommentarfunktion für nicht registrierte User gesperrt. Ich hoffe auf Euer Verständnis.

 

ciao scrittore

 

 

besucht meine Website


Autoren unter sich

Posted on 13.08.2006 at 03:13 - 0 Kommentare - Link

Wirtshausgespräch

 

"Eleonore, sie legt Wert darauf so angesprochen zu werden und hasst jede
Verkürzung ihres Vornamens, ist etwa einmetersiebzig groß, hat grüne Augen,
deren Farbe je nach Laune mehr oder weniger changiert. Sie ist korpulent,
vollschlank hört sie lieber, besonders ihr Oberkörper mit ihrem voluminösen
Busen beeindruckt. Ihre dunklen Haare trägt sie zu einem Knoten
zusammengebunden. Eleonore Manteuffel, die Manteuffel, ist eine
weithin bekannte Sopranistin. Sie bevorzugt langwallende Gewänder. Sie trinkt
mehr als ihrer Stimme gut tut, mag das aber nicht wahrhaben. Schon lange hat
sie kein wirklich herausragendes Engagement mehr gehabt. Trotzdem träumt sie
davon, noch einmal an einem renommierten Haus aufzutreten. Sie lebt von
ihrem Namen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist die feingesponnene Intrige, mit
der sie schon eine Reihe junger vielversprechender Künstlerinnen weggebissen
hat. Eleonore lebt mit der Nervenärztin Dr. Lina Braschke zusammen. Die
Presse hat bisher keinen Wind davon bekommen."

Neugierig blickte er von seinem Text auf, tupfte sich die Schweißperlen von
der Stirn, nahm einen Zug aus seinem Weizenglas, wischte den Schaum von der
Oberlippe und schaute erwartungsvoll.

"Du hast sie sehr gut beschrieben. Ich kann  Eleonore direkt vor mir sehen.
So eine Art Walkürentyp. Aber...." lachte sein Gegenüber, winkte dem Wirt,
deutete auf die beiden beinahe leeren Gläser und schmunzelte.

"Was aber?  Sag mir, was ich ändern muss. Passt dir nicht, das sie lesbisch
ist?" ereiferte sich der Hagere und stieß seinen Stift in die verräucherte
Luft der Gaststube.

"Nein, nein, das ist alles gut. Hmm, nur, eine Nervenärztin, die Lina
Braschke heißt. Ich weiß nicht. Das klingt nach Ohnsorgtheater, wenn sie
dann noch ausschaut wie Heidi Kabel...." kichernd verschluckte sich der
etwas rundliche ältere Herr und fuhr mit der Hand durch sein bis auf die
Schultern wallendes graues, strähniges Haar.

"Mach einen Vorschlag." forderte der Jüngere und nahm wieder einen großen
Zug aus seinem frischgefüllten Bierglas.

"Was hältst du von Frau Dr. Wilpert-Wondraschek, oder von
Hornstein-Bilgenroth. Der Name sollte ein wenig überspitzt, etwas
hochgestochen klingen. Das beherzige ich selbst in meinen Novellen.
Müller-Wittgenstein denkt übrigens über eine Neuauflage meiner
Kurzgeschichten nach" legte der Dicke nach und lehnte sich behaglich
grinsend im Stuhl zurück.

"Nicht schlecht. Aber hör mal, wie gefällt dir Frau Dr. Meyer-Zumstein?"
trumpfte sein Gesprächspartner mit erhobener Stimme und hieb die flache Hand
auf die Tischplatte, das die Gläser erzitterten.

"Ne, geht nicht." fuhr der Andere auf und flüsterte, während die Farbe aus
seinem normalerweise rosigen Gesicht wich "Die gibt?s wirklich. So heißt ja
meine Therapeutin."

"Was sind das denn für komische Heilige?" beugte sich der Gast an der Theke
zum Wirt hinüber.

"Ach die, " grinsend brachte der Wirt seine sonst so volltönende Stimme auf
ein flüstern "Die beiden Schreiberlinge da drüben. Keine Angst, die sind
harmlos. Der Lange werkelt seit fünf Jahren an seinem Roman, soll der große
Renner werden, behauptet er. Und der Dicke da, der schreibt jedes Jahr eine
längere Geschichte und lässt sie veröffentlichen. Geht ganz schön ins Geld
sein Hobby."

"Wieso, verdient man als Autor nicht recht ordentlich?" wollte der Gast
neugierig wissen.

"Natürlich, wenn man schreiben kann und bei einem guten Verlag herauskommt.
Er aber zahlt jedes Mal für die Ehre, ein eigenes Werk in den Händen zu
halten, ein paar Tausender." grinste der Wirt schlau.

"Das versteh ich nicht" raunte der Gast und leerte das Glas, das der Wirt
ihm unaufgefordert herübergeschoben hatte.

"Na für Druckkosten, fürs Papier, für den Vertrieb, die Werbung usw., und
natürlich mein Honorar dazu, nicht zu vergessen? kicherte der Wirt.

"Wieso??" staunte der Gast.

"Ich bin sein Agent, hab ihn Müller-Wittgenstein vermittelt" prustete der
Wirt heraus.

"Müller-Wittgenstein, der vom Müller-Wittgenstein Verlag? Kenn ich!
Geschenk für den Gabentisch?>" lachte der Gast

"Ach, köstlich. Zwei Bier für die beiden, Herr Wirt" sagte der Gast und wandte
sich den beiden eifrig disputierenden Künstlern zu.

ENDE

--

 


Nebel

Posted on 13.09.2005 at 01:10 - 0 Kommentare - Link

  

Graue Nebel wallen durch das Tal

Die Gedanken sind verschleiert

Nur von Ferne noch spürst der Liebe Qual

Mit der Schönen du gefeiert

Längst ist diese Zeit vergangen

Die im Traume du beschwört

Schmerz bereitet das Verlangen

Nach der, die dir nicht gehört.

Graue Nebel wallen durch das Tal

Und ein Traum ist?s der dich quält

Nur noch dieses eine Mal

Der Gedanke dich beseelt

Ihrer Liebreiz Angesicht

Das die ganze Qual der Welt

Die dein Herz dir schier zerbricht

                                                      Zu sehen, nur das zählt.


Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Blog!

Posted on 13.09.2005 at 01:00 - 0 Kommentare - Link

Das hat funktioniert, dein neues Blog ist fertig eingerichtet.

Viel Spaß beim Bloggen wünscht dir das Team von Blog1.de.

 

Jetzt solltest du anfangen mit dem Bloggen!


Werbung: lustich.de im neuen Look

Posted on 1.01.1970 at 01:00 - 0 Kommentare - Link

Hast du es schon gesehen? lustich.de ist seit kurzem ganz neu gestaltet und sieht jetzt viel cooler aus. Musst du mal wieder reinschauen: lustich.de